Brasilien halbiert Ausstoß von Treibhausgasen

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Ausstoß von CO2 in Brasilien
Entwicklung der CO2-Emissionen in Brasilien

Brasília. Kurz vor der 20. UN-Weltklimakonferenz in Lima/Peru (COP20) vom 1. bis zum 12. Dezember 2014 hat Brasilien gute Nachrichten zu vermelden. Einem Bericht des brasilianischen Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Innovation zufolge habe sich der Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlenstoffdioxid (CO2) um fast die Hälfte reduziert. Wie lokale Medien vergangene Woche mitteilten sank der Ausstoß von 2,03 Milliarden Tonnen im Jahr 2005 auf 1,2 Milliarden Tonnen im Jahr 2012.

In sieben Jahren seien die Klimagase damit um 41,1 Prozent zurückgegangen, zitiert das Onlineportal Brasil Postaus dem Ministeriumsbericht. Grund für den starken Rückgang des Klimakillers sind weniger Emissionen aus der Bewirtschaftung von Wäldern und Böden, vor allem durch Brandrohdung. Nachdem seit 2004 die Abholzung in der Amazonaswald-Region zurückgegangen sei, beträgt der Anteil dieses Sektors nur noch 15 Prozent. 2005 hatte sein Anteil an den Gesamtemissionen mit 58 Prozent noch über die Hälfte betragen.

Trotz der Erfolge beim Waldschutz wird Brasiliens wachsender Energiebedarf zunehmend klimaschädlicher. Brasiliens Anteil am globalen CO2-Ausstoß beträgt 4,12 Prozent, Platz 5 weltweit. In Deutschland wurden 2013 laut Bundesumweltamt etwa 951 Millionen Tonnen freigesetzt, fast 12 Millionen Tonnen mehr als 2012, ein globaler Anteil von 2,2 Prozent und Platz 7. Allerdings liegt der Pro-Kopf-Ausstoß in Brasilien  bei nur 2,2 Tonnen, in Deutschland sind es 9,2 Tonnen.

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