Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen in São Paulo angekündigt

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"Gegen den Fahrpreis" - São Paulo soll gegen die Tariferhöhungen bei den Nahverkehrsbussen in Bewegung gesetzt werden
"Gegen den Fahrpreis" - São Paulo soll gegen die Tariferhöhungen bei den Nahverkehrsbussen in Bewegung gesetzt werden

São Paulo. Die brasilianische Bewegung für den kostenlosen Personennahverkehr Movimento Passe Livre (MPL) hat über die sozialen Netzwerke im Internet unter dem Motto "Contra a tarifa" (Gegen den Fahrpreis) für den 5. und 9. Januar 2015 zu Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen in der größten Metropole des Landes aufgerufen. Zuvor hatte die Präfektur von São Paulo angekündigt, dass ab dem 6. Januar neue Bustarife in Kraft treten sollen. Ein Fahrschein kostet dann 3,50 Reais statt wie bisher 3,00 Reais. Ebenfalls steigen sollen die Preise für die Stadtbahn und die Metro. Angaben zum Zeitpunkt und zur Höhe des Anstiegs wurden noch nicht gemacht.

Für Schüler sowie für Studierende mit geringem Einkommen soll gleichzeitig die Beförderung zum Nulltarif eingeführt werden. Nach Schätzungen profitieren von dieser Regelung mehr als eine halbe Million Studenten und etwa 360.000 Schüler.  Sprecher von Passe Livre sehen darin einen durch die Bevölkerung erkämpften Erfolg. Zugleich sei man weiterhin weit vom geforderten Nulltarif für alle entfernt. Von einem grundsätzlichen Wandel in der Nahverkehrspolitik könne keine Rede sein, da das diese weiterhin dem Markt untergeordnet bleibe. Auf die Preiserhöhungen würde ein Kampf der Bevölkerung gegen diese "an jeder Ecke der Stadt" folgen, erklärte die Bewegung.

Durch die MPL initiierte Aktionen waren im Juni 2013 der Auslöser für landesweite, thematisch breit gefächerte Massenproteste gewesen.

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