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17.01.2015 Nicaragua / USA / Umwelt / Wirtschaft

HKND weist "Sorgen" der USA über Kanalbau in Nicaragua zurück

Wang Jing, Präsident von HKND

Wang Jing, Präsident von HKND

Managua. Das Konsortium HKND hat auf die Kritik der US-Botschaft reagiert, bei dem Megaprojekt fehle es an Informationen und Transparenz. Das Unternehmen mit Sitz in Hongkong sei dem "offenen, transparenten und internationalen Charakter des Projekts verpflichtet" und bemühe sich, sowohl lokale wie internationale Firmen in dessen Entwicklung einzubeziehen, heißt es in der Stellungnahme. Alle wichtigen Informationen über die sozialen und Umweltfolgen seien auf der Firmen-Website zu finden. Darüber hinaus werde die Bevölkerung in Seminaren und anderen öffentlichen Veranstaltungen über den Kanalbau informiert. Auch erinnerte HKND an verschiedene Zusammenkünfte mit internationalen Finanzinstitutionen und Umweltschutzorganisationen.

Indes wurde eine weitere Änderung der Route des Nicaragua-Kanals bekanntgegeben, die nun doch nicht über die Gemeinde El Tule im Departamento Río San Juan führen soll. Der Sprecher des Projekts, Telemaco Talavera, erklärte, dass so die Feuchtgebiete von San Miguelito geschützt werden. Demnach seien auch die Menschen des Gebiets nicht von dem Kanalprojekt betroffen. Talavera betonte, dass es sich lediglich um eine Modifikation und nicht um eine neue Route handele.

In El Tule hatte die Polizei am 22. Dezember, dem Tag des offiziellen Baubeginns eine Straßenblockade geräumt, wobei es Verletzte auf beiden Seiten gab. Nicaraguas Polizeichefin, Aminta Granera, hat Berichte dementiert, dass auch zwei Demonstranten getötet worden seien. Ein Polizist habe einen Schuss in die Lunge bekommen.

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