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Alba-Länder an Entwurf für Klimaabkommen beteiligt

Logo der 21. UN-Klimakonferenz und gleichzeitig 11.Treffen zum Kyoto-Protokoll

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Quelle: cop21.gouv.fr
Lizenz: http://www.cop21.gouv.fr/mentions-legales/

Paris. Die Länder Ecuador, Bolivien und Venezuela der Bolivarischen Allianz (Alba) sind an der Erarbeitung des am Mittwoch veröffentlichten Dokuments für ein Klimaabkommen bei der UN-Klimakonferent COP  21 in Paris beteiligt gewesen. Die Vertreterin Venezuelas, Claudia Salerno, war verantwortlich für die Erarbeitung der Präambel und die Umweltminister von Ecuador, Daniel Ortega Pacheco, und Bolivien, René Orellana, für den Entwurf des Abkommens. Der bolivianische Minister zeigte sich optimistisch, dass es diesmal zu einem verbindlichen Abkommen kommt.

Der linksgerichtete Staatenbund Alba vertritt  die ambitioniertesten Vorschläge bei dem Gipfel. Auch die Brics-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) haben eine Erklärung mit ihren Forderungen vorgelegt, ebenso wie die Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac).

Eine "Allianz der Ehrgeizigen", angeführt von den USA und der Europäischen Union, gab bei einer Pressekonferenz ein Bündnis von über 90 Ländern bekannt, die gemeinsam für ein "ambitioniertes" Klimaabkommen eintreten würden. Daran sind auch Kolumbien und Indien beteiligt. Vor allem der Außenminister der Marschallinseln, Toni de Brum, tat sich als Vertreter der stark vom Anstieg des Meerwasserspiegels betroffenen Inselstaaten hervor. Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks erläuterte gegenüber der Presse, das Ziel dieses Bündnisses sei es, eine Zweiteilung der Welt in Nord und Süd zu verhindern. Dem steht der aktuell zur Diskussion vorgelegte Entwurf entgegen. In diesem wird sich auf die Erklärung von Rio aus dem Jahr 1992 bezogen, die eine solche Differenzierung beinhaltet.

Obwohl der Klimagipfel der 195 Staaten in Paris das Ziel hat, konkrete Lösungen und Schritte gegen den Klimawandel und die Erderwärmung zu verabreden, sind zentrale Aspekte immer noch nicht konsensfähig. Darunter das Ziel, die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, eine Forderung der Differenzierung der Nord- und Südländer, die Finanzierung zur Beseitigung der Schäden und der Schutz der betroffenen Regionen vor den Auswirkungen des Klimawandels sowie die Verbindlichkeit des Abkommens.

Bis Freitag sollen sich die beteiligten Länder auf eine gemeinsame Formulierung einigen. Bei dem letzten Gipfel in Kopenhagen konnte im letzten Moment keine Einigung erzielt werden. 

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