China verstärkt akademischen Austausch mit Lateinamerika

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Die Cecla soll Kontakte zwischen Studierenden in China und Lateinamerika aufbauen
Die Cecla soll Kontakte zwischen Studierenden in China und Lateinamerika aufbauen

Beijing. Mit dem Guanghua-Fonds hat China seinen ersten staatlichen Fonds zur Förderung des Austausches mit Lateinamerika gegründet. Er geht auf eine Initiative der Akademischen Gemeinschaft Junger Chinesen und Lateinamerikaner (Cecla) zurück und soll Projekte fördern, die im Zusammenhang mit dem "Kulturjahr Lateinamerikas in China" stehen, das für 2016 von der chinesischen Regierung ausgerufen wurde.

Cecla ist eine von jungen chinesischen Akademikern aus verschiedenen Fachrichtungen gebildete Organisation, die nach eigenen Angaben der Herstellung von Kontakten zu Kolleginnen und Kollegen in Lateinamerika dient, um die bilaterale und akademische Zusammenarbeit, das gegenseitige Kennenlernen und eine nachhaltige Entwicklung zum gegenseitigen Nutzen voranzutreiben. Das geschieht durch Studienreisen sowie kulturellen und Bildungsaustausch.

Bereits 2015 hat die Cecla eine Reihe akademischer und kultureller Aktivitäten durchgeführt, um junge Chinesen und Lateinamerikaner, die in China studieren oder promovieren, zusammenzubringen. Mehr als 350 Chinesen, die Spanisch oder Portugiesisch lernen, und Lateinamerikaner, die Chinesisch lernen, haben sich so in der in China sehr populären Plattform WeChat (微信) zusammengefunden.

Neben der Cecla sind die Gründung von fast 40 chinesischen Forschungszentren zu lateinamerikanischen Themen und die Existenz von 90 Spanisch-Fakultäten an chinesischen Universitäten im ganzen Land sichtbarer Ausdruck des wachsenden Interesses an Lateinamerika. Andererseits gehen immer mehr lateinamerikanische Studenten mit einem Stipendium oder aus eigenen Mitteln nach China, um dort ihre Studiengänge oder Promotionen zu absolvieren. Sie versprechen sich von ihren chinesischen Erfahrungen bessere Erfolgsaussichten im Beruf und für geplante Projekte.

Aus Peru führen derzeit Institutionen wie das Studienzentrum Peru-China der Pazifik-Universität, SinoLatam, die Asien-Gruppe der San-Marcos-Universität und das Andeninstitut für Politische Studien Gespräche mit der Cecla. Ziel ist es, zukünftig enger zusammenzuarbeiten.

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