China und Celac-Länder verstärken Zusammenarbeit

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Auf dem ersten Forum politischer Parteien China-Celac wurde eine engere Zusammenarbeit beschlossen
Auf dem ersten Forum politischer Parteien China-Celac wurde eine engere Zusammenarbeit beschlossen

Beijing. Vom 7. bis 9. Dezember hat in Beijing das erste "Forum politischer Parteien" aus der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) und China stattgefunden. Der Vizepräsident Ecuadors, Jorge Glas Espinel, sagte gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina, dass auf dem Forum über die Stärkung von Innovation, den Austausch von Technologien und die Möglichkeiten des Ausbaus der Informationstechnologie Einigungen erzielt werden konnten. Diese Technologien seien wegweisend für die Zukunft der Celac-Region. Ecuador hat in diesem Jahr den Celac-Vorsitz inne.

Die Bemühungen der wirtschaftlichen Integration zwischen China und den Celac-Ländern seien von globaler Bedeutung, so Glas. Die große Herausforderung für Lateinamerika sei der Wechsel von Rohstoffproduktion hin zu Technologie und Innovation. Der Rohstoffmarkt produziere weitere Abhängigkeiten, da die Celac-Länder nicht einmal die Preise selbst bestimmen könnten. In diesem Kontext erwähnte er das neueste Hydroelektrik-Projekt in Ecuador, mit dem saubere Energie erzeugt werden könne. Die Nutzung von erneuerbaren Energien würde effektiver und im Einklang mit der Umwelt sein.

Die Teilnehmer betonen in einer Abschlusserklärung, dass sowohl China als auch die Celac-Länder sich ähnlichen Herausforderungen stellen müssen und daher verstärkt zusammenarbeiten wollen. Vor allem um den Wohlstand der Bevölkerungen zu sichern soll  die Zusammenarbeit in den Bereichen Innovation, Forschung, Technologie und Bildung ausgebaut sowie verstärkt auf Umweltschutz und regionale Energieversorgung geachtet werden.

Dieses erste Forum politischer Parteien diente der Etablierung eines regelmäßigen Austauschs "auf der Basis von Respekt, Gleichheit, Pluralität und Inklusion". Die Kommunistische Partei Chinas und die Regierung Ecuadors werden die Schirmherrschaft für kommende Treffen übernehmen.  Die KP Chinas wird in den kommenden fünf Jahren 1.200 Vertreter politischer Parteien aus Lateinamerika und der Karibik zu Besuchen nach China einladen.

Im Januar dieses Jahres fand in der chinesischen Hauptstadt das erste offizielle Treffen zwischen China und der Celac statt. An dem "Forum China-Celac" nahmen aus Lateinamerika und der Karibik vier Präsidenten und 40 Minister teil. Eine "Erklärung von Beijing" fasste die gemeinsamen Interessen und Ziele zusammen. Sie sollen in einem Fünfjahresplan berücksichtigt werden. Zentral sind dabei die drei "Motoren" Investition, Handel und Kooperation. Das nächste Gipfeltreffen ist für 2018 in Chile geplant.

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