Pazifik-Allianz setzt Zusatzprotokoll zur Zollbefreiung in Kraft

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Die Staatsoberhäupter der Pazifik-Allianz (von links nach rechts): Enrique Peña Nieto Mexiko), Michelle Bachelet (Chile), Ollanta Humala (Peru) und Juan Manuel Santos (Kolumbien)
Die Staatsoberhäupter der Pazifik-Allianz (von links nach rechts): Enrique Peña Nieto Mexiko), Michelle Bachelet (Chile), Ollanta Humala (Peru) und Juan Manuel Santos (Kolumbien)

Mexiko-Stadt. Die Präsidenten der vier Mitgliedsstaaten der lateinamerikanischen Pazifik-Allianz – Mexiko, Kolumbien, Peru und Chile – haben ein Zusatzprotokoll zum Freihandelsabkommen auf den Weg gebracht. Darin geht es um die Befreiung von Zollgebühren bestimmter Produkte zwischen den vier Mitgliedsländern.

Laut Perus Ministerin für Außenhandel und Tourismus, Magali Silva, leisten sie damit ihren Beitrag zur Stabilisierung des Freihandels innerhalb der vier Länder. Durch das Abkommen, das seit dem 1. Mai in Kraft ist, soll der Warenfluss begünstigt, die Verteilung von Investitionen erleichtert und die Exporte belebt werden, um somit einen größeren Anteil an regionalen und internationalen Handelsketten zu erlangen.

Zunächst sind Zollvergünstigungen auf 92 Prozent der Handelsprodukte aus den Bereichen der Agrarindustrie, Bekleidung, Minerale, Brennstoffe, Plastik, Holz und Papier vorgesehen. Bis zum Jahr 2030 sollen alle Produkte zwischen den vier Ländern zollfrei bewegt werden können.

Die Pazifik-Allianz wurde vom früheren peruanischen Präsidenten Alán García nach eigenen Angaben als Gegenprojekt zum linksgerichteten Alba-Bündnis und der Union südamerikanischer Nationen (Unasur) initiiert. Nach mehreren Vorbereitungstreffen wurde sie 2011 in einer "Erklärung von Lima" proklamiert. Sie generiert derzeit 39 Prozent des Bruttoinlandsproduktes von Lateinamerika. Laut dem deutschen Handelsblatt wachsen die Allianzstaaten stärker als die Weltwirtschaft und sind somit nicht nur aufgrund ihrer als investorenfreundlich geltenden Wirtschaftspolitik interessant für internationale Anleger. So haben über 40 Staaten einen Beobachterstatus, der die Teilnahme an Treffen der Präsidenten und Minister der vier Vollmitglieder ermöglicht. Zu ihnen gehören neben zahlreichen lateinamerikanischen Ländern auch die USA, China, Japan, Australien, die Türkei und Südkorea sowie mehrere europäische Länder, darunter auch Deutschland.

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