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Maduro warnt vor Militärintervention in Venezuela

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Warnt vor Staatsstreich und Militärintervention: Venezuelas Präsident Maduro
Warnt vor Staatsstreich und Militärintervention: Venezuelas Präsident Maduro

Caracas. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat vor Destabilisierungsplänen der rechten Opposition gewarnt, die zu einer ausländische Militärintervention führen sollten. Unter anderem mit gewalttätigen Aktionen, wie bei den sogenannten "Guarimbas" vor zwei Jahren, versuche die Rechte Bedingungen zu schaffen, das Land als "failed state" darzustellen.

"Die Zeiten der Staatstreiche sind zurückgekommen," sagte das Staatsoberhaupt und verwies auch auf die Amtsenthebung von Dilma Roussef in Brasilien. "Jetzt kommen sie nach Venezuela," warnte Maduro und verurteilte aufs schärfste die Aussagen des kolumbianischen Ex-Präsidenten Alvaro Uribe Vélez. Dieser hatte sich am Freitag in Miami öffentlich für eine Intervention in Venezuela ausgesprochen. "Die Armee muss die Opposition in Venezuela schützen. Welches Land ist willig seine Streitkräfte einzusetzen um die (venezolanische) Opposition zu schützen?", fragte Uribe, dem von Menschenrechtsorganisationen Verbrechen gegen die Menschheit  und engste Verbindungen zum Paramilitarismus vorgeworfen werden.

Bei einem Treffen mehrerer Ex-Präsidenten in Florida wurde ein Dokument unterzeichnet in dem vor dem "wirtschaflichen und sozialen Verfall" sowie einer drohenden "Unregierbarkeit" in Venezuela die Rede ist. Unter den Unterzeichnern sind Álvaro Uribe und Andrés Pastrana aus Kolumbien, José María Aznar aus Spanien, Jorge Quiroga (Bolivien), Fernando de la Rúa (Argentinien) und Vicente Fox aus Mexiko.

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Venezuela durchläuft seit etwas mehr als zwei Jahren eine schwere Wirtschaftskrise. Die Opposition des Landes, die seit den Parlamentswahlen im vergangenen Dezember die Mehrheit der Abgeordneten stellt,  bereitet ein Abwahlreferendum gegen Präsident Maduro vor und wirbt gleichzeitig für die Anwendung der "Interamerikanischen Demokratiecharta" durch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS).

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