Lebensqualität in Bolivien unter Evo Morales gestiegen

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Boliviens Finanzminister Luis Arce
Boliviens Finanzminister Luis Arce

La Paz. Boliviens Wirtschaft ist mit 4,95 Prozent im ersten Quartal auch in diesem Jahr innerhalb Lateinamerikas am stärksten gewachsen. Elf Jahre in Folge erzielte der südamerikanische Andenstaat somit ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich fünf Prozent. Gleichzeitig konnte die Lebensqualität der Bevölkerung deutlich verbessert werden.

Nach Ansicht von Finanzminister Luis Arce trugen das Wirtschaftswachstum und die Umverteilungspolitik der Regierung von Präsident Evo Morales erheblich zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Am Wichtigsten in diesem Zusammenhang seien die Verstaatlichung der natürlichen Ressourcen und die Industrialisierung von Kraftstoffen gewesen.

Zugleich sind auch die staatlichen Investitionen seit 2006 von 600 Millionen auf 4,5 Milliarden US-Dollar gestiegen. Dies, so Arce, hätte eine Steigerung der Einkommen, des Konsums und der Lebensqualität und so eine Stärkung des Binnenmarktes zur Folge gehabt. Fließendes Wasser, Elektrizität und Telekommunikation sind heute deutlich verbreiteter als noch vor zehn Jahren.

Viele Schritte der sogenannten Patriotischen Agenda 2025, ein von der Regierung Morales vorgestelltes Programm mit 13 "Meilensteinen", die bis zum Jahr 2025 erreicht werden sollen, kommen ihrer Umsetzung somit näher. Zu diesen Entwicklungszielen gehören unter anderem die Abschaffung der Armut, Souveränität in Wirtschaft, Technik und Produktion, Diversifizierung der Wirtschaft und eine wirtschaftliche Entwicklung ohne die "Diktatur des kapitalistischen Marktes", Souveränität über die natürlichen Ressourcen und ihre Verstaatlichung sowie Industrialisierung im Einklang mit der Umwelt. Auch der Zugang zum Meer findet darin Erwähnung, was seit Jahren für Streitigkeiten mit Chile sorgt.

Obwohl insbesondere die Abschaffung der Armut noch lange nicht erreicht wurde, konnte die bolivianische Regierung in den vergangenen Jahren deutliche Verbesserungen erzielen und die relative Armut von 56 auf 39 Prozent senken. Gleichzeitig ist das Pro-Kopf-Einkommen zwischen 2003 und 2013 um mehr als 50 Prozent gestiegen und die Arbeitslosigkeit von 8,1 auf 3,2 Prozent gesunken.

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