Argentinien / Politik

Lehrerstreik in der Hauptstadt von Argentinien

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Lehrer streiken und protestieren in Buenos Aires
Lehrer streiken und protestieren in Buenos Aires

Buenos Aires. Lehrer der Provinz Buenos Aires sind am Dienstag in einen mindestens 24-stündigen Streik getreten. Sie fordern stärkere Lohnerhöhungen, die Regierung von Präsident Mauricio Macri lehnt dies jedoch ab. Bildungsministerin Soledad Acuña hat bereits verlautbart, dass den streikenden Lehrern der Tag vom Lohn abgezogen werden wird.

Seit Beginn des Jahres besteht die Lehrergewerkschaft auf der Einberufung einer landesweiten Sonderkommission, um Lohnverhandlungen zu führen und organisierte mehrfach Streiks und Mobilisierungen. Macri und das Bildungsministerium zögern eine solche Verhandlung jedoch seit Monaten hinaus. 

Der Streik sei eine Reaktion auf diese Verzögerungstaktik der Regierung, erklärte der Vorsitzenden der Lehrergewerkschaft UTE, Eduardo López. Zudem kritisierte er die fehlende Bereitschaft der Regierung, die Löhne in Buenos Aires anzuheben. Dort seien die Lohnsteigerungen am geringsten ausgefallen. Sie liegen bei durchschnittlich 19 Prozent, was López zufolge unhaltbar und nicht ausreichend sei, um die Auswirkungen der hohen Inflation zu kompensieren. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne um 35 Prozent. 

Für August sind weitere Proteste angekündigt. Sollten die Vertreter der Regierung bis dahin noch immer nicht zu Verhandlungen bereit sein, würden die Lehrer erneut streiken.

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