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Venezuela unterzeichnet umstrittene Bergbauverträge

Bergbau in Venezuela: Regierung setzt auf Ausbau der Förderung

Bergbau in Venezuela: Regierung setzt auf Ausbau der Förderung

Quelle: Telesur

Caracas. Die Regierung in Venezuela hat Vereinbarungen mit nationalen und internationalen Konzernen in Höhe von 1,16 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, um den Bergbau in dem südamerikanischen Land auszuweiten. So hat der Staatsbetrieb Carbozulia mit der chinesischen Yuankuang Group und der in Kolumbien ansässigen Inter-American Coal sowie der China CAMC Engineering Co Investitionen von 400 Millionen US-Dollar für Bergbauaktivitäten und den Ausbau der Hafen-Infrastruktur im Teilstaat Zulia vereinbart.

Des Weiteren hat die Regierung einen 180 Millionen-Dollar-Vertrag mit Yuankuang und China CAMC geschlossen, um den Abbau von Nickel in den Staaten Aragua and Miranda zu fördern.

Das dem venezolanischen Verteidigungsministerium zugehörige Unternehmen CAMIMPEG unterzeichnete kürzlich eine Vereinbarung über chinesisch-venezolanische Investitionen in Höhe von umgerechnet 580 Millionen US-Dollar für Dienstleistungen im Bereich Bergbau und Gas-Produktion.

Während die Regierung von Präsident Nicolás Maduro die Abkommen als "Schritt nach vorn" im Aufbau einer vom Erdöl unabhängigen Wirtschaft bezeichnet – der Absturz der Ölpreise hatte die zu über 90 Prozent vom Erdölexport abhängige Wirtschaft des Landes schwer getroffen – stehen diese Bergbau-Großprojekte zunehmend in der Kritik von Umweltschützern und sozialen Bewegungen.

Besonders in der Sierra de Perija-Bergregion in Zulia kam es in den vergangenen Jahren zu Konflikten zwischen Basisorganisationen und den staatlichen nationalen und lokalen Behörden, die auf den Ausbau des Kohlebergbaus in diesem Gebiet der indigenen Volksgruppen der Yukpa and Wayuu setzen. Im August 2015 erreichte die Kampagne von Umwelt- und indigenen Gruppen, dass Maduro ein Dekret zurückzog, mit dem weitere Minen in der an Mineralien reichen Region erlaubt worden waren.

Im Zusammenhang mit den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung am 30. Juli haben ökosozialistische Bewegungen die Kandidaten aufgerufen, Venezuelas Verfassung dahingehend zu ändern, dass Großprojekte im Bergbau abgelehnt und "grüne" Vorschläge für eine vom Erdöl unabhängige Wirtschaft aufgenommen werden.

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