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11.09.2017 Kuba / Umwelt

Hurrikan "Irma": verheerende Schäden in Kuba

Die Folgen des Hurrikans "Irma" sind für die vorgelagerten Inseln und das Küstengebiet im Osten und Norden Kubas verheerend

Die Folgen des Hurrikans "Irma" sind für die vorgelagerten Inseln und das Küstengebiet im Osten und Norden Kubas verheerend

Quelle: granma.cu

Havanna. Am frühen Vormittag des gestrigen Sonntags hat sich der Super-Hurrican "Irma" von der kubanischen Nordküste hinweg in Richtung Florida, USA, entfernt. Die Folgen des Sturmes sind für die vorgelagerten Inseln und das Küstengebiet im Osten und Norden Kubas verheerend. Bei maximalen Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometer handelte es sich um einen Hurrikan der Stufe vier bis zur höchsten Stufe fünf der maßgeblichen Saffir-Simpson-Skala. Dies führte zu Tropensturmwinden, zu immensem Starkregen und extrem hohen Wellen, die zu Überschwemmungen weiter Landstriche und Wohngebiete führten. Der Hurrikan hat große Schäden angerichtet. So wurde die regionale Infrastruktur beschädigt, einige Wohnbezirke zerstört, Ernten vernichtet.

Bemerkenswert in Bezug auf die meisten Medien in Deutschland ist, dass nur selten über die Lage in Kuba berichtet worden ist, während ausführlich über die ostkaribischen Inseln sowie seit Tagen bereits über Florida ausführliche Berichte und Bilder gezeigt werden.

Dass in Kuba wieder keine Menschenopfer und nicht noch mehr Zerstörungen zu beklagen sind, ist den aufwändigen und kostspieligen Sicherheitsvorkehrungen zu verdanken. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage wurden diese frühzeitig und in gewohnt professioneller und sorgfältiger Weise vorgenommen. Die Vereinten Nationen und internationale Hilfsorganisationen haben die Qualität der  Bewältigung derartiger Katastrophen in Kuba wiederholt gelobt und als Vorbild empfohlen.

In einer Verlautbarung des kubanischen Nationalen Stabs für Zivilverteidigung vom Sonntagabend heißt es: "Wir legen unserem Volk erneut die Notwendigkeit dar, bereit zu sein, am Wiederaufbau der beschädigten Objekte teilzunehmen, die Solidarität zu bewahren, die uns kennzeichnet, und diszipliniert die Richtlinien der zuständigen Behörden zu befolgen."

Die Schutzmaßnahmen und die Behebung der Zerstörungen sind mit extrem hohen Kosten verbunden, die Kuba allein nicht zu tragen vermag. Daher werden dringend Finanzmittel für den Wiederaufbau von Schulen, Ärztezentren, Wohnhäusern, Straßen, Brücken etc. benötigt. Es müssen unter anderem Baustoffe, Baugeräte, Werkzeug beschafft werden. Aufgrund der Schwere der Zerstörungen und Schäden durch den Hurrikan "Irma" hat das Netzwerk Cuba e.V. bereits einen Spendenaufruf verbreitet.

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