Kuba: Bestnoten im Kampf gegen Hunger

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Kuba gehört zu den Ländern, die dem Ziel, bis 2030 "Null Hunger und Unterernährung" zu erreichen, am nächsten kommen
Kuba gehört zu den Ländern, die dem Ziel, bis 2030 "Null Hunger und Unterernährung" zu erreichen, am nächsten kommen

Havanna. Wie aus einem aktuellen Bericht des Welternährungsprogramms hervorgeht, hat Kuba einen Platz unter den ersten 14 Ländern bei der Reduzierung des Hungers erreicht. Mit einem Indexwert von unter fünf gehört das sozialistische Land zu den bestplatziertesten Ländern in dem Ranking und liegt im Spitzenbereich Lateinamerikas, noch deutlich vor Staaten wie Kolumbien (8.0) oder Argentinien (5.4). Auch manch europäisches Land lässt die Insel in dieser Hinsicht hinter sich.

Der Bericht der UN-Organisation zeuge von der Notwendigkeit zielgerichteter Politiken, um die Ernährungssicherheit zu garantieren, so die kubanische Nachrichtenagentur ACN. Der multifaktorielle Index berechnet sich unter anderem aus Variablen wie dem prozentualen Anteil der unterernährten Bevölkerung sowie dem Anteil von unterernährten Kindern unter fünf Jahren. Zuletzt hatte Kuba zwischen 1990 und 1994 mit einem Indexwert von 10.5 einen "mäßigen" Wert im Welthungerindex. Damals brachte die mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion begonnene Sonderperiode die Ernährungssicherheit auf der Insel ernstlich in Gefahr.

Seit dem Ende der 1990er Jahre konnte Kuba mit Werten von 5.3 und zuletzt von unter 5 wieder "gute" Ergebnisse im Kampf gegen den Hunger erreichen und erlangt damit einen der besten Plätze in Lateinamerika. Damit liegt Kuba auch vor den europäischen Ländern Albanien (11.1), Serbien (6.6), Russland (6.2) und Bulgarien (5.4). Die weltweit größten Probleme gab es 2017 mit starkem Abstand in Afrika und Asien. Vor allem in der zentralafrikanischen Republik herrschte im Bewertungsjahr eine schwere Ernährungskrise, dort liegt der Indexwert bei 50.9, gefolgt vom Tschad (43.5), Madagaskar (38.3) und Sambia (38.2).

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