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05.10.2018 Amerikas / Politik / Soziales / Umwelt

Staaten in Lateinamerika unterzeichnen Agenda 2030 zu nachhaltiger Entwicklung

Die Verhandlungen zu dem Abkommen von Escazú hatten im Jahr 2012 begonnen

Die Verhandlungen zu dem Abkommen von Escazú hatten im Jahr 2012 begonnen

Quelle: PL

Escazú, Costa Rica. Mehrere Staaten der Region haben in Escazú, Costa Rica, ein von der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) entworfenes Abkommen zum Umweltschutz unterzeichnet. Durch die Vereinbarung soll für alle Mitgliedsstaaten das Recht auf Zugang zu aktuellen und zuverlässigen Umweltinformationen umgesetzt, die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung gestärkt sowie der Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten in der und für die Region gesichert werden. Mit diesen Zielen orientiert sich das Abkommen an der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und ist weltweit einzigartig.

Die Vereinbarung sei nicht nur für die jetzige, sondern auch für die folgenden Generationen gemacht. Sie sei visionär, da sie Themen der Umwelt ausdrücklich mit den Menschenrechten verbinde, so die Cepal-Vertreterin Alicia Bárcena.

Das Abkommen wurde unter anderem von Antigua und Barbuda, Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Guayana, Haiti, Mexiko, Panama, Paraguay, Peru, der Dominikanischen Republik, Santa Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie Uruguay ratifiziert.

Die Verhandlungen zu dem Abkommen hatten im Jahr 2012 mit Vorbereitungssitzungen begonnen und wurden ab 2014 mit neun Sitzungen des Wirtschaftsausschusses zum Abschluss gebracht. In den letzten vier Jahren entwarf das Verhandlungskomitee bei neun Zusammenkünften mehrere Gründungsdokumente wie den Aktionsplan, die Leitlinien für den Aufbau von Kapazitäten und Regeln für die Zusammenarbeit.

Die offizielle Zeremonie, bei der die Regierungsvertreter das Abkommen unterschrieben, wurde von Miguel de Serpa Soares, Rechtsberater der UN, eröffnet. Zugegen war auch Epsy Campbell Barr, Vizepräsidentin und Außenministerin von Costa Rica.

Am Donnerstag dieser Woche fand in New York eine Veranstaltung zum Escazú-Abkommen statt. Dabei ging es um regionale Maßnahmen zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Die Veranstaltung beabsichtigte, den Vertrag bekannt zu machen und weitere Länder zur Unterzeichnung und Umsetzung des Abkommens zu inspirieren.

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