Kolumbien / Politik

Farc-Partei in Kolumbien: "Nichts wird das Verlangen nach Frieden aufhalten"

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Grußbotschaft der Partei Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes (Farc) zum neuen Jahr
Grußbotschaft der Partei Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes (Farc) zum neuen Jahr

Bogotá. Die linksgerichtete Partei Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes (Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común, Farc) hat sich in einer Grußbotschaft zum neuen Jahr an die Mitglieder und die Bevölkerung für einen nachhaltigen Frieden in Kolumbien ausgesprochen. Die Partei bekrätigt darin, alles zu tun, um an der Umsetzung der Friedensabkommens und für ein Land zu arbeiten, damit "Gewalt und Angst für immer verschwinden". Nichts werde diesen Impuls aufhalten, "der aus dem Ruf eines Volkes geboren wird, das Opfer aller Formen von Gewalt, Enteignung, Verfolgung und Verhöhnung ist. Wir glauben, dass wir Kolumbien gemeinsam zu einem anderen Land machen können." Die Partei war 2017 aus der Guerillaorganisation Revolutionäre Streitkräfte Kolumbien (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) hervorgegangen, die auch unter dem Kurznamen Farc bekannt war.

Die Farc-Partei plant für das kommende Jahr, wie viele andere Gruppen und Organisationen in Kolumbien, Aktivitäten zum 200. Jahrestages der Schlacht von Boyacá, die im Befreiungskrieg gegen die spanische Kolonialherrschaft und für die Herausbildung eines unabhängigen Kolumbiens von entscheidender Bedeutung war.

2019 werde "ein Jahr des Kampfes, der Mobilisierungen, bedeutender parlamentarischer Debatten, der Wahrheit und Gerechtigkeit sein. Neue politische und soziale Kräfte werden sich gegen alle Widerstände durchsetzen", heißt es in der Grußbotschaft des Führungsgremiums weiter. Der Rat fügt hinzu, dass eine "tiefe Berufung zum Frieden" die Nachfolgepartei der Guerilla ermutige. Die Bevölkerung ruft sie auf, "sich einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Venezuela frontal zu widersetzen, unter deren blutiger Realität nur die Kindern zu leiden hätten", so die Botschaft weiter. Wer einen solchen Konflikt befördere, spekuliere nur auf Kriegsgewinne. Einmischungen von außen würden die Misstände in Lateinamerika überdies nur verschlimmern.

Es gebe viele "noble Anliegen", die die Unterstützung der Bevölkerung erforderten, etwa der Schutz und die Rettung der Umwelt. Ebenso verdienten die Rechte der Frauen und die Diversität volle Unterstützung. Arroganz und imperiale Kriege müssten abgelehnt werden, so die Parteiführung. "Mögen Brüderlichkeit, Freude und das Fest zum neuen Jahr Zeichen des Wunsches nach einem besseren Morgen für alle sein", heißt es abschließend.

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