Organisationen in den USA gegen Verschärfung der Kuba-Blockade

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"Liebe ist unsere Lizenz: Kuba ist unser Freund": Motto der Pastoren für den Frieden
"Liebe ist unsere Lizenz: Kuba ist unser Freund": Motto der Pastoren für den Frieden

New York/Washington. Nach den jüngsten Verschärfungen der US-Blockade gegen Kuba haben sich zivilgesellschaftliche Organisationen in den USA zu Wort gemeldet und ihren Willen bekundet, weiterhin für verbesserte Beziehungen zwischen beiden Ländern zu arbeiten. Zuvor hatten sich bereits mehrere Politiker und Bürgermeister gegen die Ausweitung der Reise- und Handelsrestriktionen durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump ausgesprochen.

Besonders vehement äußerte sich die Interreligiöse Stiftung für Gemeinschaftsorganisation (Interreligious Foundation for Community Organization, IFCO) mit ihrem Programm "Pastoren für den Frieden" (Pastors for Peace), die seit Jahrzehnten Solidaritätsarbeit zum Nachbarland Kuba leistet und dafür auch Aktionen zivilen Ungehorsams praktiziert, wie zum Beispiel einen wochenlangen Hungerstreik um Spendengüter nach Kuba transportieren zu können oder auch die Übertretung der US-Reiseverbote.

Gail Walker, die Direktorin der Organisation, sagte: "Unsere Solidaritätsarbeit wird trotz der Zunahme der Reisebeschränkungen nach Kuba und der feindlichen Politik, die die US-Regierung derzeit verfolgt, fortgesetzt. Kuba ist nicht allein und die meisten US-Bürger wissen, dass Washingtons Politik gegenüber der Insel keinen Sinn macht und widersetzen sich ihr". Ihre Solidaritätsaktionen mit Kuba seien heute wichtiger denn je, denn Trump wolle die Beziehungen zwischen den beiden Völkern beenden. Aber Pastors for Peace werde die Arbeit unbeirrt fortsetzen und weiterhin auf ein Ende der US-Blockade drängen. "Kuba ist ein Beispiel dafür, dass eine gerechtere Gesellschaft aufgebaut werden kann und deshalb ist es für die Amerikaner so wichtig, die Realität dieser karibischen Nation zu verstehen", so Walker am Samstag bei einem Solidaritätsakt mit Kuba. Auf ihrer Webseite lautet das aktuelle Motto: "Trotz Trumps hasserfüllter Kuba-Politik folgt IFCO einem höheren Gesetz – Liebe ist unsere Lizenz: Kuba ist unser Freund!"

Eine weitere Institution äußerte sich ähnlich. Das Zentrum für Demokratie in den Amerikas (Center for Democracy in the Americas, CDA) widmet sich der Veränderung der US-Politik gegenüber den Ländern Amerikas, insbesondere mit Kuba werden hochrangige Politiker- und Wirtschaftsdelegationen durchgeführt. Trotz der jüngsten Änderungen gebe es immer noch legale Reisemöglichkeiten nach Kuba. "Die CDA steht weiterhin an vorderster Front, wenn es darum geht, sich für eine auf Engagement basierende US-Politik gegenüber Kuba einzusetzen, und wir werden weiterhin Delegationen auf die Insel führen, um das gegenseitige Verständnis zwischen den USA und Kuba zu fördern", heißt es in einer Stellungnahme des Zentrums.

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