Weltweiter Protesttag gegen US-Blockade gegen Venezuela

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Unter dem Motto "No+Trump“/“No More Trump" fanden am Samstag weltweite Proteste gegen die Sanktionspolitik der Regierung Trump gegen Venezuela statt
Unter dem Motto "No+Trump“/“No More Trump" fanden am Samstag weltweite Proteste gegen die Sanktionspolitik der Regierung Trump gegen Venezuela statt

Caracas et al. Zahlreiche Menschen in aller Welt haben am vergangenen Samstag unter dem Motto "No+Trump/No MoreTrump" gegen die Sanktionspolitik der Regierung von US-Präsident Donald Trump gegen Venezuela protestiert.

In dem südamerikanischen Land nahmen laut Medienberichten Hunderttausende an einer Großdemonstration in der Hauptstadt Caracas und Kundgebungen in den Bundesstaaten teil. Präsident Nicolás Maduro startete als Erstunterzeichner zudem eine Unterschriftenaktion als Protest gegen die "kriminelle US-Blockade" und mit der Forderung nach sofortiger Aufhebung aller Sanktionen. Bis zum 10. September sollen im Land und international Unterschriften gesammelt und dann an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Gutérres, übergeben werden.

Kundgebungen fanden auch in mehreren Städten Amerikas, Europas, Afrikas und Asiens sowie in Australien statt, unter anderem in Buenos Aires, San Diego, Sofia, Vancouver, Shanghai, Rom, Ankara, Melbourne, Luanda.

In seiner Ansprache in Caracas bezeichnete Maduro den Widerstand des Landes gegen die Zwangsmaßnahmen der USA als "eine Schlacht für das Recht auf Souveränität, für das internationale Recht, denn die imperialistische kriminelle Regierung Trumps verstößt ununterbrochen gegen die Normen, Grundsätze und Werte des Völkerrechts". Die Bevölkerung sei das Hauptopfer der Sanktionen, da sie den Import notwendiger Lebensmittel und Medikamente erschwerten. Venezuela sei vorbereitet, "Widerstand gegen die Blockade von Donald Trump zu leisten und sie zu besiegen", sagte der Präsident.

Zugleich warf er dem Abgeordneten und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó vor, er habe "diese ganze Brutalität" unterstützt. Seine Delegierten hätten bei der letzten Gesprächsrunde in Barbados zugesagt, die US-Regierung zur Aufhebung der Blockade aufzufordern, seien jedoch in Washington nicht einmal empfangen worden. Nur wenige Tage später habe Trump das neue Dekret unterzeichnet und Guaidó habe es begrüßt. Seine Regierung halte die Tür zum Dialog offen, wenn dabei "die Souveränität und territoriale Integrität" des Landes geachtet werde. "Wir haben substantielle Vorschläge zu unterbreiten, aber die Rechte ist dem nordamerikanischen Imperium eindeutig untergeordnet". Nach der neuerlichen Verschärfung der US-Blockade befinde sich das Land jetzt "im Protest zur Verteidigung der Nation“, betonte Maduro.

Trump hatte Anfang vergangener Woche angeordnet, alle Vermögenswerte der venezolanischen Regierung in den USA einzufrieren. Alle Arten von Transaktionen sind verboten, ebenso die "Bereitstellung von Geldern, Waren oder Dienstleistungen durch oder zugunsten einer Person, deren Eigentum und Interessen durch diese Anordnung blockiert sind".

Wie die spanische Nachrichtenagentur Efe berichtet, hat das Außenministerium von Barbados in einem Kommuniqué die Aussetzung des Dialogs auf der Karibikinsel bestätigt. Darin heißt es, die venezolanische Regierung habe sich von den Gesprächen wegen der Unterstützung Guaidós "für die totale Blockade der staatlichen Vermögenswerte des Landes in den USA" zurückgezogen.

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