Venezuela

Mega-Manöver im Februar: Venezuela bereitet sich auf Guerilla-Krieg vor

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Üben die Landesverteidigung: Soldaten in Venezuela
Üben die Landesverteidigung: Soldaten in Venezuela

Caracas. Die venezolanische Armee und Milizen planen für den kommenden Februar ein umfangreiches Militärmanöver. Man ziele damit darauf ab, den Frieden und die Souveränität des südamerikanischen Landes zu verteidigen, ließ Präsident Nicolás Maduro verlauten. Die Übungen finden inmitten massiver Spannungen mit den USA statt, die mit Unterstützung der EU und rechtsgerichteter Staaten Lateinamerikas den selbsternannten Gegenpräsidenten Juan Guaidó politisch unterstützen und finanzieren.

"Wir werden ein besonderes Militärmanöver durchführen, bei dem die Waffen der gesamten Bolivarischen Nationalstreitkräfte (FANB) und der Bolivarischen Milizen zum Einsatz kommen werden", kündigte das venezolanische Staatsoberhaupt an. Maduro sprach über das Manöver, als er am Mittwoch mit Kommandierenden der sogenannten Volksgruppen der Integralen Verteidigung der Bolivarischen Miliz zusammenkam.

Maduro bekräftigte, dass es sich um das "erste Militärmanöver zur Verteidigung der Städte“ handeln wird: „Wir werden die Städte von innen heraus verteidigen, aus den Wohnvierteln, aus dem Gelände heraus."

Im Rahmen der Übungen sollen nach Auskunft regierungsnaher Medien Pläne erarbeitet werden, um die Situation jeder Stadt und Möglichkeiten einer effektiven Verteidigung dieser Gebiete zu erfassen.

"Es sind nicht nur der nordamerikanische Imperialismus und die kolumbianische Oligarchie, es sind auch die Mafias, die Venezuela angreifen, die Benzin-Mafias; darum wird es gehen, das Vaterland zu verteidigen", so Maduro, der auf kriminelle Hehler-Strukturen an der Grenze zu Kolumbien Bezug nahm.

Venezuela sei einer „ständigen Aggression seitens des US-Imperiums ausgesetzt, und wir müssen uns darauf vorbereiten, eine zivil-militärische Superstruktur auszubauen, die in der Lage ist, einen umfassenden Frieden, die Unabhängigkeit und Integrität Venezuelas für die nächsten 100 Jahre zu gewährleisten“, sagte Maduro.

Nach seinen Angaben verfügt das Land über 3.778.334 Milizionäre und Milizionärinnen der Bolivarischen Nationalstreitkräfte. "Wir nehmen Kurs auf vier Millionen, und die werden wir erreichen. Die Milizen sind der bewaffnete Arm des Volkes in Zusammenarbeit mit den FANB", zeigte er sich überzeugt.

Die vorhergegangenen Militärmanöver fanden am 24. Juli 2019 im Rahmen der "Befreiungskampagne Simón Bolívar 2019" anlässlich der Gedächtnisfeier zum 236. Geburtstag des antikolonialen Freiheitskämpfers Simón Bolívar und des 196. Jahrestages der Seeschlacht vom Maracaibo-See statt.

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