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Frankreich gegen US-Blockade gegen Kuba

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Frankreich positioniert sich klar gegen die US-Blockade gegen Kuba
Frankreich positioniert sich klar gegen die US-Blockade gegen Kuba

Paris/Havanna. Frankreichs Regierung hat während der per Videokonferenz abgehaltenen Feierlichkeiten anlässlich der fünften Bilateralen Wirtschafts- und Handelskommission seine Position gegen die US-Blockade festgelegt. In diesem Rahmen fand auch ein Treffen des Ausschusses für die strategische Ausrichtung des kubanisch-französischen Gegenwertfonds statt, der mit dem Umschuldungsabkommen von 2016 geschaffen wurde.

Die französische Delegation leitete der für Außenhandel und Europa zuständige beigeordnete Minister im Außenamt, Franck Riester. Dieser bekräftigte die klare Ablehnung der US-amerikanischen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade und des extraterritorialen Charakters dieser Politik, die bereits seit sechs Jahrzehnten gegen Kuba  angewandt wird.

Frankreich unterstützt alljährlich in der UNO-Generalversammlung die Resolution, die die Beendigung der US-Blockade forder und die seit 1992 Jahr für Jahr starke Unterstützung in diesem multilateralen Gremium findet. Bereits im Vorfeld der Konferenz wurde von Seiten der französischen Regierung mehrfach Kritik an der US-Blockade gegen Kuba geäußert.

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Die kubanische Delegation in dem Forum leitete der Minister für Außenhandel und Auslandsinvestitionen Rodrigo Malmierca.

Das jüngste Treffen diente den Regierungen Frankreichs und Kubas dazu, den Stand und die Fortschritte in den einzelnen Bereichen der im Februar 2016 unterzeichneten Wirtschaftsagenda zu überprüfen. Zudem wurde die beiderseitige Bereitschaft bekräftigt, die institutionellen Verbindungen und die Zusammenarbeit in Bereichen wie Gesundheit, Verkehr, erneuerbare Energien, Tourismus, Landwirtschaft und nachhaltige Stadtentwicklung zu vertiefen.

Frankreich gehört zu den zehn wichtigsten Handelspartnern Kubas und ist mit rund 170.000 Besuchern im Jahr 2019 eines der Hauptherkunftsländer der Touristen in dem Karibikstaat. Dem Vernehmen nach weisen die Beziehungen trotz der extraterritorialen Auswirkungen der US-Blockade weiteres Wachstumspotenzial auf.

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