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UNO unterstützt Kuba bei Klimaschutzvorhaben

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Das Projekt "Mi Costa" ist eines der vom GCF geförderten Vorhaben
Das Projekt "Mi Costa" ist eines der vom GCF geförderten Vorhaben

Havanna/Genf. Der Grüne Klimafonds der Vereinten Nationen (GCF) mit Sitz in Genf bewilligte Zuschüsse für zwei langfristige Klimaschutzvorhaben in den Küstenregionen von Kuba. Damit werden die umfangreichen Maßnahmen der kubanischen Regierung zur Umsetzung ihrer ambitionierten Klimaschutzstrategie "Tarea Vida" (Lebensaufgabe) finanziell unterstützt.

Für das Projekt mit dem Titel "Widerstandsfähigkeit der Küsten gegenüber dem Klimawandel in Kuba durch ökosystembasierte Anpassung" (Mi Costa) wurden 23,9 Millionen US-Dollar bewilligt. Diese werden um 20,3 Millionen ergänzt, die die kubanische Regierung beisteuert. Die einzelnen Maßnahmen werden schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen in 24 Gemeinden und sieben Küstenstädten in den Provinzen Pinar del Río, Artemisa, Mayabeque, Ciego de Ávila, Camagüey, Las Tunas und Granma zugutekommen.

Das auf 30 Jahre angelegte Projekt zielt darauf ab, mehr als 11.000 Hektar Mangroven, 3.000 Hektar Sumpfwald und 900 Hektar Sumpfgras wiederherzustellen. Die Maßnahmen werden dazu beitragen, den Gesundheitszustand von mehr als 9.000 Hektar Seegras und etwa 134 Kilometern Korallenriffkämmen zu verbessern, die jeweils wichtige Schutzbarrieren gegen den steigenden Meeresspiegel und Sturmfluten darstellen, wie UN News berichtet. Das umfangreiche Projekt wird von der Umweltbehörde (Ama), die dem Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (CITMA) zugehört, sowie durch das Institut für Meereswissenschaften (ICIMAR) durchgeführt und umgesetzt.

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Das zweite Vorhaben, das vom GCF bezuschusst werden wird, hat den Titel "Erhöhung der Widerstandsfähigkeit ländlicher Familien und Gemeinden gegenüber dem Klima durch die Rehabilitierung produktiver Gebiete in ausgewählten Orten der Republik Kuba". Damit werden Maßnahmen in sieben der für die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten gefährdeten Gemeinden in den kubanischen Provinzen Matanzas, Villa Clara und Las Tunas umgesetzt. Ziel ist es, die Lebensmittel- und Ernährungssicherheit zu verbessern und die Stabilität der lokalen Lebensmittelproduktionssysteme, die Beschäftigung und den Zugang zu Wasser zu erhöhen.

Über einen Zeitraum von sieben Jahren soll das Projekt 240.000 Menschen zugutekommen und den Ausstoß von rund 2,7 Millionen Tonnen Treibhausgasen verringern. Dabei wird mit 52.000 Landwirten und ihren Familien gearbeitet, von denen 25.000 Frauen sind. Dieses Vorhaben wurde vom kubanischen Landwirtschaftsministerium und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) konzipiert. Demnach wird der GCF 38,2 Millionen US-Dollar beisteuern, während die kubanische Regierung 81,7 Millionen als Kofinanzierung bezahlen wird.

Laut Information von CITMA wurden die Projekte beim 28. Treffen des GCF-Vorstands genehmigt, allerdings vom Vertreter der USA "mit dem Einspruch aus politischen Gründen".

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