Chile / Politik

Mitte-links-Opposition in Chile bündelt Kräfte

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Wollen eine gemeinsame Basis finden: Mitte-links-Oppositionsparteien in Chile
Wollen eine gemeinsame Basis finden: Mitte-links-Oppositionsparteien in Chile

Santiago. Die Präsidentschaftskandidat:innen der Mitte-links-Oppositionsparteien planen ein breites gemeinsames Bündnis in Hinblick auf die Wahlen am 21. November 2021.

In der vergangenen Woche trafen sie nach einem Aufruf von Carlos Maldonado, Kandidat der Radikalen Partei, zum ersten Mal zusammen. Dabei waren alle neun Mitte-links-Parteien vertreten.

Die Runde beschloss, zusammenzuarbeiten und inhaltliche Vereinbarungen zu finden, die es ermöglichen, die oppositionellen Kräfte zu bündeln, um eine progressive Mehrheit erreichen und die rechten Kräfte von der Macht verdrängen zu können.

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Maldonado betonte gegenüber CNN Chile: "Es gibt ein gemeinsames Bewusstsein darüber, dass Chile sich in einem historischen Prozess befindet und echte Veränderungen notwendig sind." Paula Narváez von der Sozialistischen Partei betonte, dass das Land "ein möglichst breites Bündnis braucht, um tiefgreifende soziale Transformationen zu verwirklichen".

Ein:e gemeinsame Kandidat:in für die Präsidentschaftsvorwahl soll gefunden werden. Die beteiligten Parteien treffen sich nun, um inhaltliche Debatten über geteilte Programmpunkte zu führen und die verschiedenen politischen Positionen in zentralen Themen zusammenzubringen. Diese sind vor allem: gerechtere Verteilung von Einkommen, Ausbau demokratischer Strukturen, Gleichstellung der Geschlechter und ein neues Rentensystem. Laut Maldonado sind dies Aspekte, "auf denen wir als Opposition aufbauen können und in denen die großen Unterschiede zu den rechten Kräften liegen".

Im Kontext rechter Wahlerfolge in den Jahren 2009 und 2017, der derzeitigen Regierung unter Sebastian Piñera und dem sozialen Aufstand seit Oktober 2019 sieht sich die Mitte-links-Opposition in der Verantwortung, gemeinsam eine Mehrheit bei den Präsidentschaftswahlen und zentrale Veränderungen in der nächsten Legislaturperiode zu erreichen.

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