Wieder mehr Gäste auf Kuba und Investitionen in den Tourismussektor

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Im Monat Mai kamen über eine Million Touristen nach Kuba
Im Monat Mai kamen über eine Million Touristen nach Kuba

Havanna. Im Laufe des Monats Mai 2022 sind dreimal mehr Touristen nach Kuba gekommen als im letzten Jahr. Vor allem wegen der weltweiten Corona-Pandemie ging der Tourismus im Land seit zwei Jahren stark zurück. Im ganzen Jahr 2021 besuchten lediglich 356.453 Urlauber das kubanische Archipel.

Nun aber erholt sich der Tourismussektor langsam. Bis Ende Mai waren etwa 567.000 Besucher gekommen. Die Tourismusbehörden haben sich für 2022 ein Ziel von 2,5 Millionen Besuchern gesetzt.

Während des 15. Internationalen Seminars für Journalismus und Tourismus in Havanna führte der Experte José Luis Perelló aus, dass der Tourismus im Jahr 2020 durch die Auswirkungen der Pandemie und noch verstärkt durch die neuen Blockademaßnahmen der US-Regierung mit einer noch nie dagewesenen Krise konfrontiert war. Er betonte, dass Kuba derzeit mehr als 80.000 Hotelzimmer und 20.000 Privatunterkünfte zur Verfügung hat, mit einer Prognose von 95.000 Zimmern bis zum Jahr 2030, von denen 28 Prozent in Havanna sein werden.

Der Tourismusminister von Kuba, Juan Carlos Garcia Granda, erläuterte, dass die Pandemie auf der Insel "kein Problem mehr ist". Er dankte dabei den Ärzten und Mitarbeitern des Gesundheitswesens für die Entwicklung von Impfstoffen und die Impfung von 90 Prozent der Bevölkerung. "Es sind die Ärzte, die es uns ermöglicht haben, heute hier zu sein. Wenn sie die Impfstoffe nicht erfunden hätten, wäre es für uns sehr schwierig, den Pfizer-Impfstoff oder einen anderes Vakzin zu kaufen". Nun hätten die Testanforderungen für Ankünfte und die Maskenpflicht in Hotels abgeschafft werden können. Alle zehn internationalen Flughäfen, drei Kreuzfahrtterminals, zehn Häfen und internationale Jachthäfen seien wieder für den Geschäftsbetrieb geöffnet.

Granda sagte weiter, eines der größten Tourismusattribute Kubas sei es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Besucher beim Reisen sicher fühlten: "Es gibt nur sehr wenige Länder, die Touristen die Sicherheit bieten, sich frei im Land zu bewegen." Kuba werde weiterhin für seine vielfältigen Attraktionen abseits der Strände werben, sagte Granda. Er führte zudem die neue Werbekampagne "Cuba Uniqa" ein, welche "die einzigartige Kultur der Nation und ihre Menschen hervorhebt", die Granda "die besten Botschafter unseres Landes" nannte.

Unterdessen stärken Kuba und Indien ihre Beziehungen. Bis 2020 hatten indische Unternehmen bereits die meisten Firmenbeteiligungen auf Kuba inne, was jedoch wegen der Pandemie unterbrochen wurde. Ein besonders großes Potenzial bestehe im kubanischen Tourismussektor. Auch aus Kanada gibt es umfangreiche Pläne von Investoren, vor allem vom Hotelunternehmen Blue Diamond.

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