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Corona-Pandemie: Keine Maskenpflicht mehr auf Kuba

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Erleichterung: Die Maskenpflicht auf Kuba fällt weg
Erleichterung: Die Maskenpflicht auf Kuba fällt weg

Havanna. Auf Kuba ist das Tragen eines Mund-Nasenschutzes in den meisten Fällen nicht mehr verpflichtend. Dies gab Gesundheitsminister José Angel Portal Miranda vergangene Woche in einer Sondersendung bekannt.

Einzige Ausnahmen sind Gesundheitseinrichtungen, ausgewiesene Quarantänezonen sowie beim Auftreten von Atemwegssymptomen. Für vulnerable Personengruppen und bei großen Menschenansammlungen, etwa im Öffentlichen Personennahverkehr, wird das Tragen der Maske empfohlen.

Auf Kuba galt seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 eine strenge Maskenpflicht auch außerhalb geschlossener Räume. Verstöße wurden mit relativ hohen Bußgeldern geahndet.

Inzwischen hat die Impfkampagne 96,7 Prozent der impffähigen Bevölkerung erreicht, die 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 3,6. Damit sei das Coronavirus effektiv "unter Kontrolle gebracht", erklärte Miranda. Dies habe sich zuletzt noch einmal beim Auftreten der Omikron-Variante gezeigt, die trotz ihrer erhöhten Ansteckungsfähigkeit auf der Insel keine größere Hospitalisierungswelle nach sich zog.

Neben der Maskenpflicht wird auch das wöchentliche Lage-Update durch Kubas Chefepidemiologen Francisco Durán auslaufen. Fallrückverfolgung, Testung und die Nutzung von Desinfektionsmitteln in Gastronomie und öffentlichen Einrichtungen werden beibehalten. Alle 27 Sequenzierungslabore des Landes bleiben in Betrieb.

In ersten Kommentaren auf den Seiten des Nachrichtenportals Cubadebate wurde der Schritt überwiegend positiv aufgenommen. Für viele war das Ende der Maskenpflicht längst überfällig, andere hingegen erklärten, weiterhin freiwillig am Mund-Nasenschutz festhalten zu wollen.

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