Kolumbien und Venezuela schaffen gemeinsame Wirtschaftszone in Grenzregion

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Unterzeichnung des Abkommens in Venezuela
Kolumbien und Venezuela kündigen eine "binationalen Friedens- und Handelszone" an.

Caracas. Die Regierungen von Kolumbien und Venezuela haben in Caracas ein Abkommen zur Schaffung einer Sonderwirtschaftszone für Frieden entlang der gemeinsamen Grenze unterzeichnet. Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez und die kolumbianische Ministerin für Handel, Industrie und Tourismus, Diana Marcela Morales, unterschrieben die Absichtserklärung.

Nach einer offiziellen Mitteilung des Präsidialamts von Kolumbien stünden die Fortschritte, die das Abkommen schaffe, "im Einklang mit der Vision der nationalen Regierung, die logistische Souveränität wiederzuerlangen, die regionale Wirtschaft anzukurbeln und eine lebendige Grenze im Dienst der Menschen aufzubauen".

Seit der Wiedereröffnung der Grenze zwischen beiden Staaten im Jahr 2022 hat sich der Handelsaustausch deutlich entwickelt. Der Handelsverkehr lag allein im vergangenen Jahr bei 1,2 Milliarden US-Dollar.

Die Vereinbarung, ein Memorandum of Understanding, schafft nun erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen für den Warentransport zwischen beiden Ländern. Technische Normen sollen vereinheitlicht, Kontrollen verbessert und Standards harmonisiert werden, um einen effizienteren Warenfluss zu gewährleisten. Zielregionen sind zunächst das kolumbianische Departamento Norte de Santander mit der Hauptstadt Cúcuta sowie die venezolanischen Regionen Zulia und Táchira.

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Außerdem soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die jährliche Aktions- und Zeitpläne für Maßnahmen erarbeitet und regelmäßige Berichte über Fortschritte und Ergebnisse vorlegt. Die Vereinbarung gilt zunächst für fünf Jahre.

Rodríguez erklärte zum Abkommen: "Dies war eine Vereinbarung von Präsident Gustavo Petro und Präsident Nicolás Maduro, die an die Menschen an unseren Grenzen gedacht haben. Heute machen wir einen historischen und strategischen Schritt zur Schaffung dieser Zone zum Schutz der Menschen". Dieses Memorandum lege "den Grundstein für eine binationale Zone des Friedens, der Einheit und der wirtschaftlichen Entwicklung", sagte Rodríguez weiter.

Für die Grenzregion, die historisch durch Guerillas, Drogenhandel und Schmuggel geprägt ist, kann dieser Schritt die Möglichkeit für eine tiefgreifende Transformation bieten.

Das Abkommen ist jedoch noch rechtlich unverbindlich und hat keinen konkreten Zeitrahmen. Die Umsetzung wird politischen Konsens und Willen sowie eine klare Aufgabenverteilung unter der Behörden erfordern, um Wirkung zu entfalten. Zudem müssen beide Staaten die Probleme angehen, die die Region seit langer Zeit plagen: Drogenhandel und organisierte Kriminalität.