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USA warnen vor Reisen in Teile der Karibik und Lateinamerika

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Viele Menschenträumen davon, Weihnachten in der Karibik zu verbringen. Allerdings könnten die Warnungen zu massiven Einbrüchen in der Tourismusbranche führen
Viele Menschenträumen davon, Weihnachten in der Karibik zu verbringen. Allerdings könnten die Warnungen zu massiven Einbrüchen in der Tourismusbranche führen

Washington. Die US-Regierung hat ihre Reisewarnungen für zahlreiche Länder in der Karibik, Zentral- und Südamerika auf hohem Niveau aktualisiert. Grundlage ist das vierstufige Warnsystem des US-Außenministeriums, das Reiseziele von Level eins (Exercise Normal Precautions) bis Level vier (Do Not Travel) einstuft. Mehrere Staaten der Region bleiben derzeit unter den höchsten Warnstufen.

Mit Level vier sind weiterhin Venezuela und Haiti eingestuft. Das State Department rät US-Staatsbürgern ausdrücklich davon ab, nach Venezuela zu reisen oder sich dort aufzuhalten. Als Gründe nennt es schwere Gewaltkriminalität, Entführungen, willkürliche Festnahmen, politische Instabilität sowie die stark eingeschränkte Möglichkeit konsularischer Hilfe. Auch für Haiti gilt unverändert die höchste Warnstufe. Die Behörde verweist auf die anhaltende Gewalt durch bewaffnete Gruppen, eine hohe Zahl von Entführungen, politische Unruhen sowie eine unzureichende medizinische Versorgung.

Mit Level drei (Reconsider Travel) sind mehrere Länder der Region bewertet. Dazu zählen Kolumbien, Jamaika, Trinidad und Tobago, Guyana, Guatemala, Honduras und Nicaragua. Für Kolumbien warnt das State Department vor Gewaltverbrechen, Entführungen, Terrorismus und gewaltsamen Protesten, insbesondere in ländlichen Regionen und Grenzgebieten; für einzelne Landesteile gelten zudem gesondert höhere Teilwarnungen.

In Jamaika wird die Einstufung mit hoher Gewalt- und Straßenkriminalität begründet. Trinidad und Tobago steht wegen eines Anstiegs schwerer Gewaltverbrechen und bewaffneter Überfälle auf Level drei. Für Guatemala und Honduras nennt das Außenministerium vor allem organisierte Kriminalität, Gewaltverbrechen und Sicherheitsrisiken im öffentlichen Raum. Nicaragua wird unter anderem wegen politischer Repression, willkürlicher Strafverfolgung und eingeschränkter Rechtsstaatlichkeit mit Level drei bewertet. Auch Guyana fällt aufgrund von Kriminalitätsrisiken unter diese Warnstufe.

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Die US-Regierung führt unter Level zwei (Exercise Increased Caution) unter anderem Mexiko. Zwar bleibt das Land ein zentrales Reiseziel, zugleich warnt das State Department vor organisierter Kriminalität, Entführungen und Gewaltverbrechen in mehreren Bundesstaaten. In der Karibik sind zudem einzelne Inselstaaten und Territorien mit Level zwei eingestuft, verbunden mit Hinweisen auf erhöhte Kriminalität oder strenge lokale Gesetze.

Andere Länder der Karibik sowie Teile Zentral- und Südamerikas werden derzeit mit Level eins bewertet. Diese Einstufung gilt dort, wo aus Sicht der US-Behörden keine akuten oder außergewöhnlichen Sicherheitsrisiken bestehen. Jedoch ist auch hier geraten, "normale Sicherheitsvorkehrungen" zu treffen.

Die Hinweise richten sich in erster Linie an US-Staatsangehörige, dienen jedoch auch internationalen Reisenden als Orientierung. Die Warnungen kommen kurz vor der Hauptreisezeit im Dezember.