Haiti / Kuba / Politik / Soziales

Organisationen in Haiti verurteilen die Blockade gegen Kuba

solidaridad3_0.jpg

Über 40 Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen kamen in der kubanischen Botschaft in Haiti zusammen
Über 40 Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen kamen in der kubanischen Botschaft in Haiti zusammen

Port-au-Prince. Mehr als 40 Vertreter zivilgesellschaftlicher Vereinigungen, Gewerkschaften und Bewegungen haben sich am Dienstag in der kubanischen Botschaft in Port-au-Prince eingefunden. Dort bekräftigten sie in Anwesenheit des kubanischen Botschafters Ricardo García Nápoles ihre Solidarität und "historische Schuld" gegenüber Kuba, das Haiti seit Jahrzehnten vor allem im Gesundheits-, Landwirtschafts- und Bildungssektor unterstützt.

In einem offenen Brief wandten sich die Vertreter an soziale Bewegungen, Organisationen und Menschen weltweit mit der Aufforderung, ihre politische und moralische Unterstützung für das kubanische Volk kundzutun. Dieser Schritt sei notwendig, um die Souveränität des Inselstaates zu bewahren und die wichtige Rolle Kubas in der internationalen Gesundheitsversorgung anzuerkennen. Damit stellen sie sich gegen die durch US-Präsident Donald Trump veranlasste Exekutivanordnung, die die kubanische Regierung seit dem 29. Januar als "außerordentliche Bedrohung" für die Sicherheit der Vereinigten Staaten erklärt und Washington ermächtigt, Strafzölle gegen Länder zu erheben, die Öl an die Inselrepublik liefern (amerika21 berichtete).

Auch die Organisation in Kuba ausgebildeter Fachkräfte (APROHFOC) richtete sich mit einem Schreiben an die Öffentlichkeit. In diesem verurteilt sie die Politik der Vereinigten Staaten, die den Zugang der kubanischen Bevölkerung zu Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und Bildung behindert. Der Brief endet mit einer Bekräftigung der Solidarität und des Rechts der Kubaner, ihr politisches System frei zu wählen.

Keine Werbung, keine Paywall, aber trotzdem Nachrichten aus Lateinamerika?

Das geht nur mit den Spenden unserer Leserinnen und Leser. Unterstützen Sie uns jetzt.

Durch Institutionen wie die lateinamerikanische Medizinhochschule (ELAM - Escuela Latinoamericana de Medicina) konnte Kuba Zehntausenden Studierenden aus Lateinamerika und der Karibik, aber auch aus anderen Ländern des Globalen Südens ein Medizinstudium ermöglichen. Auch in Bereichen wie der Technologie, Buchhaltung, Agronomie konnte Kuba Tausenden jungen Menschen Bildungsmöglichkeiten bieten.

Botschafter García Nápoles beteuerte seine Dankbarkeit bezüglich der Zeichen der Anerkennung und Unterstützung und hob hervor, dass diese die historische Beziehung der Brüderlichkeit zwischen den beiden Nationen erneut untermauerten.