Wiederaufbau in Venezuela beginnt nach schweren Erdbeben

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Nach den ersten Tagen der Nothilfe wird nun der Wiederaufbau gestartet
Nach den ersten Tagen der Nothilfe wird nun der Wiederaufbau gestartet

Caracas. Nach den schweren Erdbeben vom 24. Juni setzt die venezolanische Regierung ihre Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen fort. Nach offiziellen Angaben kamen mehr als 3.300 Menschen ums Leben, rund 16.400 wurden verletzt und Zehntausende verloren ihre Unterkünfte. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten La Guaira, Caracas und Yaracuy.

Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, rief Bürger:innen sowie Institutionen dazu auf, sich an den von der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez angekündigten Maßnahmen zur Bewältigung der Erdbeben-Notlage und zum Wiederaufbau zu beteiligen. Er äußerte seine Solidarität mit den Betroffenen und betonte die Bedeutung des gesellschaftlichen und politischen Zusammenhalts für die Bewältigung der Folgen der Erdbeben.

In den von den Erdbeben nicht betroffenen Bundesstaaten wurde der Schul- und Verwaltungsbetrieb wieder aufgenommen. Nach Angaben des Bildungsministeriums soll so die Kontinuität des Unterrichts gewährleistet werden, ohne die Sicherheit von Schüler:innen und Lehrkräften zu gefährden. In den besonders betroffenen Gebieten bleiben die schulischen Aktivitäten dagegen weiterhin ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere La Guaira sowie betroffene Gemeinden, in denen die Behörden die Situation der Bildungseinrichtungen noch bewerten.

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Mit Beginn der Wiederaufbauphase entsandte die Regierung im Rahmen der Operation "Venezuela Renace 2026" ein neues Kontingent der Bolivarischen Nationalgarde (GNB) nach La Guaira. Zu dem Kontingent gehören frisch graduierte Leutnants, die technische und logistische Aufgaben in provisorischen Unterkünften übernehmen, an der Begutachtung und Beseitigung von Trümmern zur Wiederherstellung beschädigter Infrastruktur mitwirken und die lokalen Gesundheitszentren bei der Versorgung der Betroffenen unterstützen. Die Regierung stellt den Einsatz als Teil des Übergangs von der akuten Katastrophenhilfe zum Wiederaufbau dar.

Die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez bekräftigte ihre Verantwortung für die militärische Mobilisierung und würdigte den Einsatz der Streitkräfte bei der Bewältigung der Katastrophe. Zugleich erklärte sie, es gebe Versuche, die nationale Trauerphase und die Folgen der Erdbeben für politische Destabilisierung zu nutzen. Damit könnte Rodríguez auf frühere Vorwürfe Bezug genommen haben, wonach sogenannte "mediale Laboratorien" in den ersten Stunden nach den Erdbeben gezielt Chaos hätten auslösen wollen. Nach ihrer Darstellung seien über Soziale Medien Aufrufe verbreitet worden, in großer Zahl in das besonders betroffene La Guaira zu fahren und dadurch die Rettungsarbeiten zu behindern. Unabhängige Belege für diese Darstellung legte die Regierung bislang nicht vor.