Brasilien / Wirtschaft / Umwelt

Cool Killers: Pestizide in Brasilien

Marketingkampagne der Agrarindustrie in Brasilien

brasilien_agroindustrie_ist_nicht_pop.jpg

Protest gegen die Agrarindustrie in Brasilien: "Agro ist kein Pop. Agro bedeutet Tod" und Erinnerung an den ermordeten Kleinbauer Zé Maria do Tomé
Protest gegen die Agrarindustrie in Brasilien: "Agro ist kein Pop. Agro bedeutet Tod" und Erinnerung an den ermordeten Kleinbauer Zé Maria do Tomé

Brasilien ist der weltweit größte Konsument von Agrargiften. Pesti-, Herbi-, Fungizide überall. Pro Kopf nimmt jede Einwohnerin und jeder Einwohner jährlich 7,3 Liter der Chemikalien zu sich. Unbemerkt, einfach so beim Essen. Damit der Bevölkerung nicht der Appetit vergeht, fährt die Agrarindustrie seit 2016 die Marketingkampagne Agro é Pop. Die Botschaft: Pestizide sind cool!  Intensive Landwirtschaft ist modern und gut für alle. Mit der Realität hat diese PR-Kampagne nur wenig zu tun. Denn Monokulturen gefährden nicht nur die Biodiversität sondern zerstören auch nachhaltige, landwirtschaftliche Alternativen von Kleinbauern und Landlosen. Eine Entwicklung, an der auch deutsche Unternehmen beteiligt sind. 

Dieser Beitrag ist Teil eines Kooperationsprojekts vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile Lateinamerika e.V. (FDCL) und dem Nachrichtenpool Lateinamerika e.V. (NPLA).

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr