Ani Dießelmann

Kolumbien: Bevölkerung organisiert Volksentscheid nach Gerichtsurteil

Oberstes Gericht:Volksentscheide verfassungswidrig. Anwohner organisieren eigene Befragung. Über 90 Prozent gegen Bergbauprojekte
San Lorenzo, Kolumbien. In San Lorenzo im südlichen Bundesstaat Nariño haben am vergangenen Sonntag 98 Prozent der Wähler gegen Bergbauprojekte in ihrer Region gestimmt. Insgesamt 6.764 von 12.800 registrieren Wahlberechtigten verneinten die Frage, ob in ihrer Gemeinde der Abbau... weiter

Streiks für mehr Gelder und Protestwelle gegen Korruption in Paraguay

Forderung nach deutlicher Budgeterhöhung bei der Generalstaatsanwaltschaft und im Gesundheitssektor. Massive Proteste gegen korrupte Beamte und Politiker
Asunción. Während Präsident Mario Abdo Benítez in Europa unterwegs gewesen ist, haben sich die Konflikte in Paraguay weiter zugespitzt. Der im August ins Amt gewählte Benítez wurde Anfang vergangener Woche als erster Präsident Paraguays von Papst Franziskus im Vatikan empfangen.... weiter

Bildungsprotest in Kolumbien: Demos, Hungerstreik und Blockaden

Kritik an Staatshaushalt und Privatisierung. Landesweit fordern Studierende, Schüler und Lehrkräfte ein sozial gerechtes öffentliches Bildungssystem
Bogotá et al. Knapp zwei Monate nach seinem Amtsantritt sieht sich Kolumbiens neuer Präsident Iván Duque bereits mit den ersten massiven Protesten konfrontiert. Studierende, Schüler Lehrer, Professoren und Mitarbeiter der Bildungseinrichtungen kritisieren die... weiter

Soziale Bewegungen in Kolumbien setzen auf "Macht von unten"

Zur viertägigen Vollversammlung sozialer Bewegungen kamen 1.500 Delegierte. Extraktivismus und Privatisierungen werden als Hauptursache für Armut gesehen
Bogotá. Als Antwort auf die massive Zuspitzung des Konflikts in Kolumbien rufen die sozialen Bewegungen zur Einheit auf und haben aus diesem Grund eine Vollversammlung unter dem Titel "Asamblea Legislativa Popular" durchgeführt. Daran nahmen neben vielen landesweit wichtigen... weiter

Gefährdet neuer Präsident von Kolumbien die Friedensprozesse?

Iván Duque will Friedensabkommen mit Farc ändern. Analysten befürchten Risiko für Verhandlungen mit ELN-Guerilla. Amnesty International "besorgt"
Bogotá. Nach dem Wahlsieg des rechten Kandidaten Iván Duque aus dem Lager des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe werden Bedenken über den Fortgang der Friedensprozesse in Kolumbien laut. Duque und Uribe sind erklärte Gegner der Abkommen und Verhandlungen, beide hatten in der... weiter

Iván Duque gewinnt Stichwahl um Präsidentschaft in Kolumbien

Rechter Kandidat setzt sich mit 53,9 Prozent durch. Gustavo Petro siegt in ärmeren Departments. Friedensprozess in Gefahr
Bogotá.In der entscheidenden Stichwahl ist am gestrigen Sonntag der rechtskonservative Kandidat Iván Duque zum neuen Präsidenten von Kolumbien gewählt worden. Er setzte sich mit einem Vorsprung von rund zehn Prozent gegen den linksgerichteten Kandidaten Gustavo Petro durch. Duque... weiter

Linker Präsidentschaftskandidat in Stichwahl in Kolumbien

Iván Duque aus rechtem Uribe-Lager gewinnt erste Runde. Linker Kandidat Gustavo Petro an zweiter Stelle. Stichwahl in drei Wochen stark polarisiert
Bogotá. Das erste Mal in der Geschichte des südamerikanischen Landes schafft es ein linker Kandidat in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl. Trotzdem der rechte Kandidat Iván Duque mit insgesamt 39 Prozent der Stimmen vorne liegt, feiern die sozialen Bewegungen und die... weiter