"Wir verurteilen die kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen in Chile"

Erklärung der Asamblea Abierta Chile Despertó Hamburg

Wir sprechen uns gegen die kontinuierlichen und wiederholten Menschenrechtsverletzungen aus, die von der Polizei unter der Regierung von Sebastián Piñera in Chile begangen werden

Im Oktober 2019 wurde die Welt Zeuge, wie in einem kleinen Land mit etwas mehr als 18 Millionen Einwohnern Hunderte von Studenten einen Protest starteten, der das Land verändern sollte.

Die Regierung sah nicht tatenlos zu und reagierte sehr aggressiv, indem sie der Polizei erlaubte und diese ermutigte, alle möglichen Mittel einzusetzen, um die Bürgerbewegung zu schwächen und zu unterbinden.

Allein zwischen Oktober und April haben mehr als drei Millionen Menschen protestiert (zum statistischen Vergleich: das wäre so, als würden in Deutschland mehr als 13 Millionen Menschen auf der Straße demonstrieren). Zusammen mit der Polizei verhängte die Regierung obendrein den Ausnahmezustand und setze das Militär für die Beteiligung an den Repressionen ein, was zu einem drastischen Anstieg der Opferzahlen führte.

Im November und Dezember 2019 wurden die Folgen der Repressionen erstmals in Zahlen und Fakten von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen erfasst und veröffentlicht:

- Hunderte von Menschen wurden am Auge verletzt, oder verloren gänzlich ihr Augenlicht (Deshalb ist unser Logo als Versammlung ein Auge).

- Tausende wurden illegal und ohne Beweise in Polizeistationen festgehalten.

- Viele andere wurden zu Opfern von Folter, sexueller Gewalt und Demütigung. Vor allem Frauen wurden grausam und gewaltsam behandelt und so beispielsweise zur kompletten Entblößung gezwungen, in der sie stundenlang verweilen und Kniebeugen machen mussten.

- Mehr als 8.000 Strafanzeigen wegen polizeilicher Übergriffe wurden bei Gericht eingereicht.

Ein sehr aussagekräftiger Aspekt der Situation im Land ist die Ineffektivität der juristischen Institutionen. Jüngst wurde veröffentlicht, dass die Staatsanwaltschaft mehr als 45Prozent dieser Fälle abgeschlossen hat, ohne die mindesten Anstrengungen zu unternehmen, sie zu lösen.

Außerdem erfuhren wir letzten Monat, dass der ehemalige Schwiegersohn von Diktator Augusto Pinochet, der mehr als 120 Millionen US-Dollar Strafe zahlen sollte, von der Justiz mit 117 Millionen Dollar begnadigt wurde. Ist das fair?

Und obwohl die Zahl der Verletzungen von Bürger- und Menschenrechten zwischen Februar und März 2020 leicht zurückgegangen ist, haben diese mit dem Eintreffen der Pandemie im Land nicht aufgehört.

Das chilenische Institut für Menschenrechte (INDH), Amnesty International, Human Rights Watch, die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte und sogar die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte bestätigten, was alle Chilenen bereits wussten: Chiles Regierung verletzt massiv und ständig die Menschenrechte seiner Bürger.

Nicht zu vergessen sei natürlich auch der Präsident, Sebastian Piñeraselbst, der als einer der Besitzer des 10.größten Vermögens des Landes offensichtlich auch einer der größten Verteidiger der wirtschaftlichen Ausbeutung Chiles, seiner (Ur-)Einwohner und der Rentenkassen der Arbeiter etc. ist.

Die Missachtung der Armenviertel wird durch fehlende öffentliche Maßnahmen und den Anstieg der Arbeitslosigkeit zunehmend verstärkt. Ende 2019 lag die Arbeitslosigkeit nach Angaben der Stiftung SOL bei über zehn Prozent und hat inzwischen die 30 Prozent-Marke überschritten.

Unter diesen Bedingungen haben die Nachbarschaften Volksküchen organisiert, die es ermöglichen, den Hunger der Familien zu lindern. Allerdings hat das Piñera-Regime unter dem Vorwand der "Missachtung der sanitären Maßnahmen" fatalerweise der Polizei sämtliche Autorität gegeben, um mit Brutalität in den Gemeindezentren der Stadtteile vorzugehen, in denen die Lebensmittel verteilt wurden, und die nachbarschaftliche Organisation somit repressiv zu unterbinden. Am 13. März 2021 waren sie ohnmächtige Zeugen dieses Polizeieinsatzes.

Dutzende junge Menschen wurden gewaltsam festgenommen. Zur gleichen Zeit feierten weitaus mehr Personen eine Party in einem der exklusivsten Viertel derselben Stadt. Willkürlich wurden sie lediglich aufgefordert den Corona-Maßnahmen nachzukommen, ohne jeglichen Gewalteinsatz der Polizei, geschweige denn einer Verhaftung.

Als Asamblea Abierta Chile Despertó Hamburgo (Offene Versammlung Chile ist erwacht Hamburg) setzen wir uns ein gegen die wiederholten und massiven Menschenrechtsverletzungen, die von dieser Regierung (die eher einer Diktatur als einer Demokratie gleicht) begangen werden. Als Chilenen, Angehörige und Freunde stehen wir in Solidarität mit den Opfern und erklären, dass wir die Missbräuche, die unentwegt begangen werden, weiterhin anzeigen und beklagen.

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Weitere widersprüchliche Gesundheitsmaßnahmen der chilenischen Regierung sind u.a.: Das Verbot, öffentliche Plätze zu nutzen und Einkaufszentren offen zu halten; die Erlaubnis, dass Familien an überfüllten Stränden Urlaub machen dürfen; und die Tatsache, dass Intensivstationen in Privatkliniken praktisch nur den Wohlhabenden vorbehalten sind.

Die Asamblea Abierta Chile despertó Hamburg (Offene Versammlung Chile ist erwacht Hamburg) ist ein Zusammenschluss von in Hamburg lebenden Menschen, die sich mit Chile verbunden fühlen. Nach dem sozialen Aufstand am 18 Oktober 2019 haben wir uns zum Zwecke der Unterstützung der sozialen Proteste in Chile als offenes Netzwerk zusammengefunden. Wir arbeiten mit anderen Versammlungen von Chilen:Innen im Ausland und mit sozialen Organisationen in Chile zusammen. Unter anderem haben wir es uns auch zur Aufgabe gemacht, die deutsche Öffentlichkeit über diese Proteste und die staatliche Repression aufzuklären.

Die Asamblea Abierta trifft sich regelmäßig wöchentlich (jetzt Online) und arbeitet in Solidarität mit Chile seit November 2019. Wir definieren uns als eine feministische, offene, solidarische und antirassistische Gruppe, die nach Veränderung in der chilenischen Gesellschaft strebt und vor allem soziale Gerechtigkeit fordert.


Repudio a las continuas y reiteradas violaciones a los DDHH que vienen cometiendo las policías bajo la administración de Sebastián Piñera en Chile

En los últimos días, Chile ha saltado a la palestra mundial por su supuesto éxito en la vacunación veloz de millones de personas, lo que ha servido para ocultar todas las violaciones a los DDHH que han venido cometiendo sus instituciones policiales por orden expresa de la actual administración de Piñera.

En octubre de 2019, el mundo presenció como en un pequeño país de poco más de 18 millones de personas, cientos de estudiantes iniciaban una revuelta que le cambiaría el rostro.

El gobierno, de derecha no se quedó de brazos cruzados y reaccionó de forma muy agresiva, autorizando, permitiendo y alentando a las policías a usar todos sus recursos para reprimir el movimiento ciudadano. Más de 3 millones de personas protestaron solo entre octubre y abril (a modo de comparación estadística, sería como si en Alemania protestaran más de 13 millones en las calles).

Junto al uso de las policías, el gobierno incluso decretó Estado de Excepción y solicitó a Militares que se sumaran a la represión, lo que provocó en un aumento drástico de víctimas. Una vez finalizado este periodo, Piñera ha buscado sin éxito -varias veces- otros resquicios para "obligar" (involucrarse) a los Militares a sumarse a las tareas de "orden público".

Durante noviembre y diciembre del 2019, comenzaron a aparecer a través de las organizaciones de DDHH los primeros datos y cifras que estaba dejando la represión: cientos de personas habían sido lesionadas en sus ojos (por eso el logo de nuestra Asamblea es un ojo), miles estaban siendo detenidas ilegalmente y sin pruebas en las comisarías, y otros muchos eran víctima de torturas y vejaciones. En especial, las mujeres fueron víctimas de un trato cruel y violento, por ejemplo, desnudadas y obligadas a quedarse así por horas. Se presentaron más de 8.000 denuncias por abuso policial en los tribunales.

Un aspecto muy revelador de la situación que vive el país es la inoperancia de las instituciones judiciales. Por estos días, se acaba de publicar que la fiscalía ha cerrado más del 45% de esos casos sin hacer el menor esfuerzo por resolverlos. Adicionalmente, el mes pasado nos habíamos enterado de que el ex-nuero del dictador Pinochet, que debía pagar más de 120 millones de U$D en multas, recibió un perdonazo judicial de 117 millones de U$D. ¿Eso es justo? Con esto queda demostrado que los crímenes contra los derechos humanos quedan impunes, lo cual nos da una puerta de entrada para poder llevar a los responsables al tribunal de la Haya.

Y aunque el número de violaciones a los derechos civiles y humanos se redujeron levemente entre febrero y marzo del 2020, con la llegada de la pandemia al país, éstas no se han detenido. INDH, Amnistía International, HRW, la CIDH y hasta la alta comisionada para los DDHH de la ONU confirmaron lo que ya todos los chilenos sabíamos: el Gobierno chileno viola los DDHH masiva y reiteradamente.

Mientras las comunas con las familias más ricas han recibido todo el apoyo de este gobierno, las más pobres han sido abandonadas. Hoy, Chile tiene una de las tasas de vacunación más altas del mundo y a la vez, está entre los 5 países americanos con más contagios. Solo en la última semana, han habido más de 5.000 nuevos casos diarios.

Tampoco hay que olvidar al presidente mismo, Sebastian Piñera, que poseyendo una de las 10 fortunas más grandes del país producto -en parte- de actos de corrupción, ha sido el mayor defensor del saqueo económico al país, a sus pueblos originarios y a los fondos de pensiones de los trabajadores.

El abandono que sufren los barrios pobres se ve multiplicado por la ausencia de políticas públicas y el aumento del desempleo. A finales del 2019, según la fundación SOL, el desempleo superaba el 10% y en la actualidad ha superado el 30%. Bajo estas condiciones, los barrios han organizado "ollas comunes" que han permitido paliar el hambre de las familias. Desafortunadamente y bajo la excusa de "desacato a las medidas sanitarias", el régimen de Piñera envió y autorizó el actuar con brutalidad a policías en los centros comunitarios de los barrios donde se estaba repartiendo comida. El último sábado 13 de marzo las redes sociales fueron testigos impotentes de la actuación policial. Decenas de jóvenes eran violentamente detenidos.

Paralelamente en uno de los exclusivos barrios de la misma ciudad, una familia celebró una fiesta con un número elevado (por sobre el permitido) de asistentes, donde la policía se hizo presente y les solicitó solo que cumplieran con las medidas, para después retirarse sin detener a nadie.

Como Asamblea Abierta Chile Despertó Hamburgo condenamos las reiteradas y masivas violaciones que viene cometiendo este gobierno (que más parece dictadura, que democracia). Como chilenos, familiares, amigos, solidarizamos con las víctimas y declaramos que seguiremos denunciando y deplorando los abusos que se sigan cometiendo.

Asamblea Abierta Chile Hamburgo

(organización participante de Red Chile despertó Internacional)

(* Otras medidas sanitarias contradictorias que ha tomado el gobierno chileno incluyen la prohibición de usar plazas públicas y permitir a centros comerciales mantenerse abiertos; permitir a las familias hacer vacaciones en playas provocando aglomeraciones; hacer que las estaciones de cuidados intensivos de los hospitales privados estén prácticamente reservadas solo para los más ricos)

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