Brasilien / Politik / Soziales

40 Millionen Menschen im Generalstreik in Brasilien

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An dem landesweiten Streik-und Aktionstag nahmen 40 Millionen Menschen teil
An dem landesweiten Streik-und Aktionstag nahmen 40 Millionen Menschen teil

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MSTS-Aktivisten (Organisation der wohnungslosen Arbeiter) bereiten im Morgengrauen eine Straßensperre vor
MSTS-Aktivisten (Organisation der wohnungslosen Arbeiter) bereiten im Morgengrauen eine Straßensperre vor

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Afro-Brasilianer gegen rassistische Reformen
Afro-Brasilianer gegen rassistische Reformen

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Streikende Angestellte in Caruaru. "Weg mit Temer" war eine gemeinsame Losung aller Streikenden im Land
Streikende Angestellte in Caruaru. "Weg mit Temer" war eine gemeinsame Losung aller Streikenden im Land

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Geschlossen: Die Avenida 23 de maio in São Paulo
Geschlossen: Die Avenida 23 de maio in São Paulo

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Demonstranten besetzten eine Bank
Demonstranten besetzten eine Bank

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Streikende Busfaher in Betim
Streikende Busfaher in Betim

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Protestkundgebung vor dem Sitz des Industrieverbandes in Vitória
Protestkundgebung vor dem Sitz des Industrieverbandes in Vitória

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Frauen in Bodocó protestieren gegen die Rentenreform
Frauen in Bodocó protestieren gegen die Rentenreform

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Indigene Gruppen beteiligten sich ebenfalls
Indigene Gruppen beteiligten sich ebenfalls

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Vor einer Straßenblockade fordert diese Frau in Recife Rechte ein
Vor einer Straßenblockade fordert diese Frau in Recife Rechte ein

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Kleinbauern protestieren in Sumaré, São Paulo
Kleinbauern protestieren in Sumaré, São Paulo

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Die neun größten Gewerkschaftsverbände Brasiliens hatten gemeinsam zum Streik aufgerufen
Die neun größten Gewerkschaftsverbände Brasiliens hatten gemeinsam zum Streik aufgerufen

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Lehrer und Schüler in Tefé streiken gemeinsam gegen Kürzungen im Bildungsbereich
Lehrer und Schüler in Tefé streiken gemeinsam gegen Kürzungen im Bildungsbereich

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Aktivisten der Landlosenbewegung MST und Indigene demonstrieren gemeinsam in Paulo Afonso
Aktivisten der Landlosenbewegung MST und Indigene demonstrieren gemeinsam in Paulo Afonso

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Porto Alegre im Streik
Porto Alegre im Streik

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Protestaktion gegen korrupte Politiker auf der Avenida Paulista in São Paulo
Protestaktion gegen korrupte Politiker auf der Avenida Paulista in São Paulo

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Das Regierungsviertel in Brasília war für Fahrzeuge weiträumig abgesperrt
Das Regierungsviertel in Brasília war für Fahrzeuge weiträumig abgesperrt

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Wer vor dem Parlament demonstrieren wollte, wurde scharf kontrolliert
Wer vor dem Parlament demonstrieren wollte, wurde scharf kontrolliert

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Aktivistin der Organisation der wohnungslosen Arbeiter MSTS
Aktivistin der Organisation der wohnungslosen Arbeiter MSTS

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Autonome Gruppen bei den Protesten in São Paulo
Autonome Gruppen bei den Protesten in São Paulo

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Blockade des Flughafens von Guarulhos
Blockade des Flughafens von Guarulhos

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Tausende wollten zum Privathaus von De-facto Präsident Temer in Alto de Pinheiros ziehen
Tausende wollten zum Privathaus von De-facto Präsident Temer in Alto de Pinheiros ziehen

Nach Angaben von Gewerkschaften haben sich am 28. April bis zu 40 Millionen Menschen am landesweiten Streik- und Aktionstag gegen die neoliberalen Reformen beteiligt, mit denen die Regierung von De-facto Präsident Michel Temer das Arbeitsrecht beschneiden sowie die Renten und Staatsausgaben unter anderem für Bildung kürzen will. Der öffentliche Nahverkehr in den großen Städten war weitgehend lahmgelegt, Flughäfen wurden blockiert und blieben ebenso geschlossen wie Banken, Behörden, Betriebe und Schulen.

Die Reformen der Regierung würden unter anderem kollektive Tarifverträge entwerten und die Gewerkschaften schwächen, Leiharbeit und Outsourcing massiv ausweiten. Die tägliche Arbeitszeit könnte bis auf zwölf Stunden verlängert werden. Das Renteneintrittsalter soll steigen, und erst ab 49 Jahren Beitragszahlung würden Altersbezüge in voller Höhe bezahlt. Für viele Menschen wäre damit die Armut im Alter vorprogrammiert.

Die Proteste richteten sich auch gegen die Verfassungsänderung PEC 55, mit der die Staatsausgaben für höchstens 20, mindestens aber für die kommenden neun Jahre eingefroren werden. Dies wird sich im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich niederschlagen: Innerhalb von 20 Jahren könnte es zu Einschnitten von bis zu 40 Prozent in diesen Bereichen sowie zu einer Verringerung des Mindestlohns kommen.

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