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Guaraní-Indianer starten Petition gegen Coca-Cola wegen Biopiraterie

Stevia-Pflanze: Guaraní-Indigene in Brasilien und Paraguay gehen nun gegen Coca

Stevia-Pflanze: Guaraní-Indigene in Brasilien und Paraguay gehen nun gegen Coca Cola vor

Brasília/Asunción. Mitglieder der Volksgruppe der Guaraní aus Brasilien und Paraguay verlangen vom Lebensmittelkonzern Coca Cola eine Entschädigung für die Nutzung ihres traditionellen Wissens über die südamerikanische Süßpflanze Stevia.

Der kalorienarme Süßstoff aus der südamerikanischen Stevia-Pflanze wird inzwischen auch synthetisch hergestellt. Coca-Cola will darauf ein Patent anmelden. Dagegen wehren sich die indigenen Stevia-Bauern in Paraguay und Brasilien.

Eine Petition mit rund 250.000 Unterschriften geht  in den nächsten Tagen an Coca-Cola. Darin wird von dem Getränkekonzern gefordert, die Ausbeutung des traditionellen Wissens des Volks der Guaraní zu stoppen. Der zentrale Vorwurf: Coca-Cola würde mit der chemischen Herstellung von künstlichem Stevia eine wichtige Einnahmequelle der Indianer ausbeuten.

Stevia, eine Pflanze mit 30-mal stärkerer Süßkraft als Zucker, nutzen die Guarani-Indianer seit Jahrhunderten als natürlichen Süßstoff. Coca-Cola ist nur einer der großen Getränkemultis, die jetzt das synthetisch hergestellte Steviolglycosid als Stevia vermarkten – das sei Biopiraterie, heißt es in der Petition.

Die Indigenen verlangen eine Anerkennung ihrer Rechte für die Nutzung ihres traditionellen Wissens über Stevia. Zudem fordern sie eine Beteiligung an den Gewinnen aus der internationalen Nutzung ihrer Stevia-Pflanze –  sei es in finanzieller Form oder in Form von Land.

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