Venezuela lehnt OPEC-Gipfel wegen Libyen-Attacken ab

Caracas. Venezuelas Erdöl- und Energieminister Rafael Ramírez hat angesichts der westlichen Militärangriffe auf Libyen einer Dringlichkeitssitzung der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) eine Absage erteilt. Ein solches Treffen wäre notwendig, um etwaige Maßnahmen gegen die Verteuerung der Erdölpreise zu ergreifen, mit denen der Energiemarkt auf den Militärangriff reagiert hat.

Ein Treffen der OPEC habe keinen Sinn, weil die Arabische Liga ihre Position bereits erklärt hat, so Ramírez. "Wir sehen daher keine Notwendigkeit für weiter Beratungen", sagte der Minister nach Angaben der staatlichen venezolanischen Nachrichtenagentur AVN.

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Nach Ramírez Ansicht können die Erdöl produzierenden Staaten keine Beständigkeit in den globalen Energiemarkt bringen, "wenn die Industriestaaten ihn ständig destabilisieren". Dies sei bei dem Putschversuch gegen die Regierung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez 2002 ebenso der Fall gewesen wie bei dem Krieg gegen Irak oder den politischen Angriffen auf Iran.

Das OPEC-Mitglied Libyen hat nach Angaben der AVN geschätzte Erdölreserven von 46 Milliarden Barrel und geschätzte Erdgasreserven von 1,5 Milliarden Kubikmetern.

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