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Brasilien und Bolivien kooperieren im Anti-Drogen-Kampf

La Paz. Die Regierungen von Bolivien und Brasilien haben einen Kooperationsvertrag über das gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen Drogenschmuggel unterzeichnet. Wie die bolivianische Nachrichtenagentur ABI berichtet, bestätigten Brasiliens Justizminister José Eduardo Cardozo und Boliviens Innenminister Sacha Llorenti das Abkommen am Mittwoch mit ihrer Unterschrift.

Sein Ziel ist es, die Grenzsicherung zu verbessern. Neben dem Kampf gegen Drogen geht es dabei auch um Menschenhandel, Waffenhandel oder Treibstoffschmuggel aufgrund der hohen Subventionen für Kraftstoffe in Bolivien. Llorenti und Cardozo riefen Peru dazu auf, sich an der Vereinbarung zu beteiligen. Auch Peru hat eine lange Grenze zu Brasilien und ist derzeit nach UN-Angaben dabei, Kolumbien als weltgrößten Kokainproduzenten zu überholen. Bolivien steht an dritter Stelle.

Die Vereinbarung wurde zunächst für zwei Jahre abgeschlossen und beinhaltet die Ausbildung von bolivianischen Polizei- und Militäreinheiten in Brasilien. Außerdem liefert Brasilien Hubschrauber, Informationstechnik und Radargeräte.

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