Neue Ölfördergebiete in Amazonien erschlossen

Brasília. Der private Energiekonzern HRT Oil & Gas hat im vergangenen Monat das erste seiner insgesamt 21 Ölfördergebiete in Amazonien erschlossen. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung Valor Econômico in ihrer Dienstagsausgabe. So werden die ersten Bohrarbeiten in der Nähe der Stadt Tefé im Bundesstaat Amazonas durchgeführt.

Auf der Gesamtfläche von 48.485 Quadratkilometern – dies entspricht in etwa der Fläche der Slowakei – soll laut Valor noch in diesem Jahr eine Tagesproduktion von 2.500 Barrel Erdöl erreicht werden. Bis zum Jahr 2015 plant das Unternehmen laut Valor, 130 Bohrtürme in der Amazonasregion zu errichten.

Erdölbohrung und -förderung im sensiblen Ökosystem des Amazonasgebietes wird seit Jahren von Umweltschützern, Anwohnern und Indigenen massiv kritisiert. Die "Inwertsetzung" Amazonien schreitet an mehreren Fronten voran: Ölförderung ist dabei neben Staudammbau zur Energiegewinnung sowie Bergbau und Abholzung für die Schaffung von Weidegebieten oder Anbau von Soja eine der Hauptursachen für die Zerstörung des Amazonaswaldes.

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