Venezuela / Politik

Venezuela: Chávez nach OP weiter in Kuba, Opposition protestiert

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PSUV-Abgeordneter Héctor Navarro
PSUV-Abgeordneter Héctor Navarro

Havanna/Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez befindet sich nach einem operativen Eingriff am Kniegelenk weiter in Kuba in Nachbehandlung. Während seines Aufenthaltes in der Karibiknation war er nach Berichten kubanischer Medien auch mit seinem Amtskollegen Raúl Castro und mit Revolutionsführer Fidel Castro zusammengekommen.

In Venezuela selbst sorgt die Abwesenheit des Staatschefs indes für Konflikte zwischen dem Regierungslager und der Opposition. Abgeordnete der regierungskritischen Minderheit in der Nationalversammlung beklagten angesichts der Abwesenheit des Präsidenten ein "Machtvakuum". Dem traten Regierungsvertreter entgegen. Auch der Abgeordnete der regierenden Vereinten Sozialistischen Partei (PSUV), Héctor Navarro, wies die Vorwürfe der politischen Gegner zurück.

Die Nationalversammlung habe dem Präsidenten grundsätzlich gestattet, das Land auch länger als die bis dahin üblichen fünf Tage zu verlassen, sagte Navarro in einer Pressekonferenz. Die Regierungsgeschäfte würden derzeit ordnungsgemäß von dem Vizepräsidenten Elías Jaua geführt.

Chávez war am 5. Juni zu einer Lateinamerika-Reise nach Brasilien, Ecuador und Kuba aufgebrochen. Im Anschluss an den offiziellen Teil seines Kuba-Aufenthaltes hatte er sich auf der Karibikinsel der Operation unterzogen.

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