Argentinien: Dekret verbietet Sexwerbung

Buenos Aires. Die argentinische Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner hat am Dienstag ein Dekret zum Verbot von Sexwerbung in jeglichen Telekommunikationsmedien des Landes unterzeichnet. Fernández erklärte bei der Unterzeichnung, Werbung für Prostitution in Tageszeitungen bedeute ein Verbrechen und eine tiefgreifende Diskriminierung von Frauen.

Mit dem Dekret soll das bereits seit 2008 gültige Gesetz gegen Menschhandel erweitert werden. "Man kann nicht von der Regierung ein Vorgehen gegen den Menschenhandel einfordern und in den Werbeanzeigen für denselben Anzeigen drucken", kritisierte die argentinische Staatschefin vor allem die Printmedien des Landes.

Mit dem Gesetz gegen Menschhandel hat die Regierung nach eigenen Angaben seit dem Jahr 2008 mehr als 2.300 Personen aus erzwungener Sexarbeit befreien können, erklärte Fernández. Mit der Erweiterung des Gesetzes um ein Werbeverbot für Prostitution in Zeitungen würde man nun laut der argentinischen Regierungschefin "einen gigantischen Schritt, nicht nur gegen den Menschenhandel, sondern gegen die Diskriminierung von Frauen insgesamt machen".

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