Chilenische Schüler im Hungerstreik

Santiago de Chile. In Chiles Hauptstadt Santiago de Chile sowie in einem weiteren Ort südlich der Metropole sind mittlerweile insgesamt 24 Schüler der Oberstufe in den Hungerstreik getreten. Die Aktion begann am Mittwoch mit acht Jugendlichen und fand in den darauf folgenden Tagen zunehmend Beteiligung weiterer Schüler. Der Hungerstreik findet unter ärztlicher Begleitung statt und wird von Eltern und Schülervertretern unterstützt.

Die Schüler fordern, was schon seit Monaten in Massenprotesten auf der Straße sowie in besetzten Schulen und Universitäten allgemein artikuliert wird: Die Verbesserung der Bildung durch umfassende Reformen. Die konkreten Forderungen wurden der Regierung bereits in einem offenen Brief übergeben.

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Der Hungerstreik wird als Maßnahme angesehen, die eine unmittelbare Antwort von Chiles Präsidenten Sebastián Piñera erzwingen könnte. Ein Schülervertreter kommentierte, dass die Regierung sich bisher taub gestellt habe und dies das letzte Mittel sei, "das wir haben um gehört zu werden".

Der Sprecher der Schüler im Hungerstreik, Matías Villegas, sagte gegenüber ADN Radio Chile: "Wir fordern, dass Bildungsminister Bulnes hierher kommt, nicht um einen Dialog zu führen sondern um uns wirkliche Lösungen für unsere Forderungen aufzuzeigen."

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