FARC in Venezuela? – Santos kritisiert Armeechef

Bogotá. Kolumbiens Präsident Manuel Santos ist Aussagen seines Armeechefs Edgar Cely entgegengetreten, nach denen die FARC-Guerilla weiterhin von venezolanischem Territorium aus operiert. Es gebe "feindliche Kräfte" in beiden Staaten, die zwischen den Regierungen in Bogotá und Caracas Zwietracht sähen wollten, sagte der rechtsgerichtete Politiker gegenüber kolumbianischen Medien. Tatsächlich seien beide Staatsführungen daran interessiert, die bestehenden Probleme gemeinsam zu lösen.

Vor wenigen Tagen hatte der kolumbianische Admiral Edgar Cely in einem Radiointerview behauptet, dass die FARC-Guerilla nach wie vor von Venezuela aus operiere und der Regierung in Caracas indirekt eine Verantwortung dafür zugeschoben.

In seiner Replik erklärte Santos nun, dass der hochrangige Militär diese Äußerungen zurücknehme und bedauere. "Er hat eingestanden, dass er sich geirrt hat und dass er das nicht hätte sagen sollen", zitierte der vor Ort anwesende Korrespondent der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina den Staatschef. Das Dementi Santos´ wurde zudem von zahlreichen internationalen Nachrichtenagenturen wie Europa Press und EFE sowie der Internetseite der kolumbianischen Radiostation Caracol sowie der Wochenzeitung Semana sowie weiteren Medien übernommen.

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