Präsident der Bank des Südens fordert Abkehr vom US-Dollar

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Pedro Paez
Pedro Paez

Freiburg. Pedro Paez, der Präsident der im Entstehen begriffenen Bank des Südens, einem regionalen Kreditinstitut von sieben lateinamerikanischen Staaten, hat die Notwendigkeit bekräftigt, die Region südlich der USA vor der Krise der Industriestaaten zu schützen. "Unsere aktuelle Herausforderung ist es, eine strategische Allianz der Staaten Lateinamerikas und der Karibik zu erreichen", sagt der ehemalige Wirtschaftsminister Ecuadors während eines Aufenthaltes in Deutschland gegenüber amerika21.de.

Die globale Krise zeige immer eindrücklicher die Verpflichtung, sich gegen Spekulationen, Konflikte und Destabilisierung zu Wehr zu setzen, fügte der Ökonom an. Diese Notwendigkeit sehen laut Paez inzwischen selbst rechtsgerichtete Regierungen in Lateinamerika.

Paez, der von dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac zu dessen Sommerakademie nach Freiburg eingeladen wurde, tritt daher für eine "Neue Regionale Finanzarchitektur" in Lateinamerika ein. Neben einer regionalen Entwicklungsbank ziele diese Idee auf die Schaffung einer gemeinsamen Währung ab: den Sucre. "Dieses Zahlungsmittel soll helfen, die Verwendung des US-Dollars bei internationalen Transaktionen zu vermeiden", so Paez.

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