Venezuela startet Rückführung von Goldreserven

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Goldmünze mit Simón Bolívar
Goldmünze mit Simón Bolívar

Caracas. Venezuelas Regierung hat einen Zeitplan für die Rückführung der Goldreserven in das südamerikanische Land festgelegt. "Wir werden die Rückführung des Goldes vorantreiben, das außer Landes geschafft wurde, als hier ein ausländischen Interessen höriges Bürgertum herrschte", sagte Chávez am Dienstag im Beisein seines Kabinetts. Die "Repatriierung" der Goldreserven Venezuelas sei Teil eines Planes zur Stärkung der nationalen Unabhängigkeit, fügte der Staatschef an.

Insgesamt sollen Goldreserven im Wert von umgerechnet elf Milliarden US-Dollar zurück nach Venezuela geschafft werden. Das Vorhaben stellt eine erhebliche logistische Leistung dar: Insgesamt handelt es sich immerhin um 16.000 Goldbarren.

Indes unterzeichnete Chávez am Dienstag ein Präsidialdekret zur Nationalisierung der Goldförderung und -Verarbeitung. Die staatliche Kontrolle über diesen Wirtschaftszweig diene ebenso der Aufstockung der Goldreserven.

Politisch wird der Abzug der Goldreserven von Venezuela auch mit den Erfahrungen des NATO-Krieges gegen Libyen begründet. Westliche Staaten – darunter auch Deutschland – hatten Milliardengelder der Gaddafi-Führung eingefroren.

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