Bislang 60 Millionen Dollar für Yasuní-Projekt eingegangen

Quito. In den UN-Treuhandfonds für das Yasuní-ITT-Projekt sind bislang 60 Millionen US-Dollar eingezahlt worden. Dies teilte das ecuadorianische Außenministerium am Mittwoch mit. Daniel Ortega, im Ministerium zuständig für Umwelt und Klimawandel, sagte, dass bei der internationalen Vorstellung des Projekts der Zuspruch zu der innovativen Idee groß sei. Dabei geht es darum, Kompensationszahlungen zu erhalten, um das unter dem Yasuní-Nationalpark lagernde Öl im Boden zu lassen.

Bislang haben unter anderem Chile, Spanien, Peru, Kolumbien, Australien, die Türkei, Georgien sowie regionale Regierungen von Rhône-Alpes, Meurthe-et-Moselle und Aquitaine aus Frankreich und Minnesota aus den USA in den Fonds eingezahlt. Deutschland ist nicht darunter, zuletzt hat sich die Regierungskoalition auf Bestreben von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) im Haushaltsausschuss des Bundestages dagegen entschieden. Die Oppositionsfraktionen planen, das Thema in der kommenden Woche erneut auf die Tagesordnung des Bundestags zu setzen.

Nach Angaben der ecuadorianischen Regierung unterstützen 80 Prozent der Bürger des Landes das Projekt, 65 Prozent wollen sich beteiligen. An diesem Sonntag findet beispielsweise ein großes Festival zur Unterstützung von Yasuní-ITT in Quito unter dem Titel "YASUNÍZATE" ("Yasunisiere dich") statt. Bei einem Treffen der Provinzgouverneure mit Außenminister Ricardo Patiño und Yasuní-Koordinatorin Ivone Baki vereinbarten diese, am Aktionstag in ihren Regionen jeweils einen US-Dollar pro Einwohner zu sammeln.

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