ALBA-Staaten sprechen sich für friedliche Lösung in Syrien-Konflikt aus

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Hugo Chávez verliest Erklärung der ALBA zu Syrien
Hugo Chávez verliest Erklärung der ALBA zu Syrien

Caracas. Das linksgerichtete lateinamerikanische Staatenbündnis ALBA hat am Sonntag bei einem Gipfeltreffen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas die Gewalt in Syrien verurteilt und zu einer politischen Lösung des Konfliktes aufgerufen. Die Mitgliedstaaten der Bolivarianischen Allianz für Amerika verurteilten die "Gewalttaten von bewaffneten Gruppen, die von ausländischen Mächten unterstützt werden und eine Destabilisierung des Landes anstreben". In einem Kommuniqué des elften Treffens der Staats- und Regierungschefs der ALBA wiesen diese zudem eine "systematische Politik der Einmischung und Destabilisierung" westlicher Staaten in Syrien zurück.

"Die Mitgliedstaaten der ALBA verurteilen die militärischen Gewalttaten, die irreguläre Gruppen mit Unterstützung ausländischer Mächte gegen das syrische Volk begehen und sprechen sich zugleich dafür aus, dass die syrische Gesellschaft zur Ruhe und einem Klima des Friedens zurückfindet", heißt es in der Erklärung.

In deutlichem Widerspruch zur Position der USA und der Europäischen Union sprachen die lateinamerikanischen ALBA-Staaten dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ihr Vertrauen aus, weil dessen Reformkurs "auf eine politische Lösung der aktuellen Krise" abziele. Die Aufständischen versuchten indes mit militärischer Gewalt einen Umsturz zu erzwingen.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez wies als Gastgeber darauf hin, dass sich die ALBA-Staaten stets für das Selbstbestimmungsrecht der Völker einsetzten, wie auch für die Verteidigung der Souveränität und des Friedens.


Ein Video des lateinamerikanischen Fernsehsenders Telesur sehen Sie hier.

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