Kubanische Ärzte bekräftigen Solidarität mit Bolivien

medicos-cubanos-bolivia.jpg

Kubanische Ärztinnen und Ärzte in Bolivien
Kubanische Ärztinnen und Ärzte in Bolivien

Santa Cruz, Bolivien. In Bolivien haben staatliche Vertreter und Mitglieder der kubanischen Ärztemission den sechsten Jahrestag des bilateralen Medizinprogramms gefeiert. Bis Ende Januar dieses Jahres seien von den kubanischen Ärzten und medizinischen Helfern rund 51,4 Millionen Behandlungen und Eingriffe durchgeführt worden, heißt es in einer Meldung der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Die medizinischen Zuwendungen seien den Menschen in Bolivien ohne Rücksicht auf ihrer sozialen Herkunft, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, Geschlecht oder Alter zuteil geworden, schreibt die Agentur. Nach Angaben der Ärztemission wurden unter anderem 28.000 Geburten durchgeführt, während rund 620.000 Bolivianer im Rahmen der Misión Milagro behandelt wurden. Dieses Programm bietet kostenfrei Augenoperationen an, um etwa den in Lateinamerika verbreiteten Katarakt (Grauer Star) zu behandeln oder zu heilen.

Der Einsatz kubanischer Ärzte in Bolivien und anderen Staaten Lateinamerikas hat der sozialistischen Regierung in Kuba großes Ansehen eingebracht. Zugleich hat die US-Regierung ein Programm initiiert, um kubanische Ärzte durch erhebliche finanzielle Anreize zum Verlassen der Hilfsmissionen und zur Emigration in die USA zu bewegen. Dem entgegen bekräftigten die kubanischen Mediziner in Bolivien ihren Willen, das Hilfsprogramm weiter aufrecht zu erhalten.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr