Chiles Regierung droht Protest in Aysén von oben zu beenden

Porto Aysén, Chile. Chiles Innenminister Rodrido Hinzpeter droht den Protestierenden in der Region Aysén mit der Anwendung des Gesetzes zur inneren Sicherheit. Mit dieser Art Notstandsgesetzgebung könnten die Straßenblockaden aufgelöst werden, die im Zuge der Proteste gegen die hohen Gas-, Energie-, und Lebenhaltungskosten und für eine bessere soziale Infrastruktur in der Region im Süden des Landes errichtet wurden. Vor einem Jahr wurden mit der Androhung dieser Repressionsmaßnahme massive Proteste gegen die Erhöhung der Gaspreise in der Region Magallanes, ebenfalls im Süden Chiles, "von oben" beendet.

Verhandlungen zwischen Regierung und Vertretern der Protestbewegung waren vergangene Woche gescheitert. Die Regierung kündigte später einen Katalog von 50 Vorschlägen an, die der Bewegung präsentiert werden sollen. Die Protestierenden einigten sich in einer Versammlung auf weitere Dialogbereitschaft.

Senatoren signalisierten indes parteienübergreifend Unterstützung für die Protestforderungen und forderten die Regierung dazu auf, den Dialog zu suchen und Lösungen zu finden. Auch aktuelle Umfragen ergeben, dass 81% der Menschen in der Region hinter den Forderungen stehen.

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