Drei Tote bei Protesten von Bergarbeitern in Peru

Lima. Nach dem Tod von mehreren Minenarbeitern bei Protesten im Südosten Perus haben die Demonstranten eine vorübergehende Aussetzung der Aktionen angekündigt. Die Protestpause solle dazu genutzt werden, um dreier Todesopfer zu gedenken. Die Demonstranten waren bei Zusammenstößen mit der Polizei Mitte der Woche in Puerto Maldonado, der Hauptstadt der Provinz Madre de Dios, ums Leben gekommen.

Die wiederholten Proteste richten sich gegen die Pläne der Regierung in Lima, den wilden Abbau von Rohstoffen zu unterbinden. Begründet wird das Vorhaben vor allem mit den Schäden, der durch illegalen Bergbau in Gebieten entstehen, die unter Umweltschutz stehen.

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Die Minenarbeiter fordern von der Regierung indes Alternativen zu dem ungeregelten Abbau, zumal nach Presseangaben alleine im Südosten des Landes 12.000 Bergleute in der Branche tätig sind. "Wir werden nun unsere Brüder beerdigen", zitiert der spanische Dienst der Nachrichtenagentur Associated Press den Gewerkschaftsfunktionär Luis Otzuka. Nach dessen Angaben wurden die drei Demonstranten von Polizeikugeln getötet. Nach der Trauerzeit werde man die Proteste wieder aufnehmen.

Nach Angaben der Polizei wurden bei den Zusammenstößen 38 Verletzte gezählt, es kam zu 62 Festnahmen.

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