Chiles Oberster Gerichtshof lässt Bau von HidroAysén zu

aysen-protest.jpg

Protestaktion gegen den geplanten Mega-Staudamm
Protestaktion gegen den geplanten Mega-Staudamm

Santiago de Chile. Der Oberste Gerichtshof Chiles hat die Klagen von Umweltorganisationen, Bürgerinitiativen und Abgeordneten gegen das Mega-Staumdammprojekts HidroAysén zurückgewiesen. Damit bestätigte er die Entscheidung des Berufsgerichts in Puerto Montt vom Oktober des vergangenen Jahres. Vor allem ging es dabei um Unregelmäßigkeiten bei der Bewilligung des Projektes. Damit darf der Staudamm weiterhin gebaut werden.

Laut HidroAysén-Gegner Alejandro Navarro, Abgeordneter und Mitglied der Umweltkommission des Senats habe HidroAysén hat eine Schlacht gewonnen aber nicht den Krieg. Die neun Regionen und 66 Kommunen, durch die die Transmissionsstrecke führen soll, würden weiterhin Widerstand leisten. "Am Ende des Tages wird es die die soziale Mobilisierung sein, die zum endgültigen Stillstand des Projektes führt."

Sie schätzen unsere Berichterstattung?

Dann spenden Sie für amerika21 und unterstützen unsere aktuellen, hintergründigen und professionellen Beiträge über das Geschehen in Lateinamerika und der Karibik.

Damit alle Inhalte von amerika21.de weiterhin für Alle kostenlos verfügbar sind.

Ihr amerika21-Team

Der Sprecher der Protestbewegung der Region Aysén, Iván Fuentes, erneuerte zudem die Forderung nach einer Volksabstimmung über das Megaprojekt. Die Organisation "Patagonien ohne Staudämme" kündigte indes weitere rechtliche Schritte auf internationaler Ebene an.

Die Bewilligung des Staudammprojekts im Mai 2011 hatte in ganz Chile zu Massenproteste geführt. Umfragen zufolge ist eine große Mehrheit der Bevölkerung gegen das Vorhaben. Im August des vergangenen Jahres wurden der Regierung 100.000 Unterschriften gegen das Projekt übergeben.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr