Brasilien / Wirtschaft

Brasilien hält Platz drei bei Direktinvestitionen

OECD meldet 77 Milliarden US-Dollar für 2025. Plus 22 Prozent zum Vorjahr. Hinter USA und China

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Brasilien erhielt 2025 weltweit die drittmeisten ausländischen Direktinvestitionen
Brasilien erhielt 2025 weltweit die drittmeisten ausländischen Direktinvestitionen

Brasília. Brasilien hat seinen Platz als drittwichtigstes Zielland für ausländische Direktinvestitionen konsolidiert. 2025 sind 77 Milliarden US-Dollar an Kapital in das südamerikanische Land geflossen. Das ist ein Anstieg von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Nach den USA (288 Milliarden US-Dollar) und China (80 Milliarden US-Dollar) verzeichnet Brasilien das dritthöchste Volumen ausländischer Direktinvestitionen weltweit.

Für Investitionen aus China hat Brasilien 2025 den ersten Platz zurückerobert. 6,1 Milliarden US-Dollar flossen 2025 aus China ins Land. China ist dabei, seine Präsenz im größten Wirtschaftsraum Lateinamerikas auszubauen und zu diversifizieren.

Von Strom über die Herstellung von Haushaltsgeräten bis zu Fast Food reichen die Investitionen Chinas. Im Automobilbereich haben die beiden chinesischen Automobilhersteller GWM und BYD in den letzten Jahren brasilianische Produktionsstandorte westlicher Automarken übernommen, um Elektrofahrzeuge und Autos mit Hybridantrieb herzustellen.

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Der chinesische Smartphonehersteller Vivo Mobile hat in Brasilien bereits das Smartphone Jovi lanciert – und setzt auf den großen Binnenmarkt im Land. Die größten chinesischen Investments gingen laut CEBC (Conselho Empresarial Brasil-China) im Jahr 2025 in den Sektor saubere Energie oder flossen in den Bergbau.

Die Investitionen in den Bergbau und den Aufkauf von Ressourcen werden dabei auch kritisch gesehen. Beispielsweise hat der US-Konzern USA Rare Earth im April den Kauf des in Brasilien ansässigen Bergbauunternehmens Serra Verde für 2,8 Milliarden US-Dollar angekündigt (amerika21 berichtete).

Die Lagerstätte im Bundesstaat Goiás gilt als strategisch wichtig, da sie zu den wenigen bekannten Vorkommen außerhalb Asiens gehört, die schwere Seltene Erden in relevantem Umfang fördern können. So rückt Brasilien angesichts seiner bedeutenden Vorkommen an Seltenen Erden zunehmend in den Mittelpunkt geopolitischer Auseinandersetzungen.

Der Kauf, der mit direkter Unterstützung des Weißen Hauses finanziert wird, stellt einen weiteren Schritt der USA dar, ihre Abhängigkeit von China zu verringern, das viele globale Lieferketten dieser Mineralien dominiert. Seltene Erden sind zentrale Bestandteile moderner Technologien wie Elektroautos, Windkraftanlagen und Halbleiter, aber auch für militärische Anwendungen unverzichtbar.