Gipfel der Völker betont regionale Integration Lateinamerikas

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Logo des "Gipfels der Völker"
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Cartagena, Kolumbien. Während der offizielle "Amerika-Gipfel" am Sonntag ohne eine Abschlusserklärung zu Ende gegangen ist, hat der parallel stattfindende Gipfel der Völker in einem gemeinsamen Dokument zahlreiche Positionen fixiert. Die auf dem Treffen anwesenden sozialen Organisationen hoben darin die Bedeutung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) hervor. Diese sei ein Instrument zur Durchsetzung einer autonomen und regionalen Integration, die ein Gegengewicht zum Einfluss der USA und Kanadas bilde.

Nach dreitägiger Debatte richteten die auf dem Kontinent wirkenden Basisbewegungen ihren abschließenden Appell an die "demokratischen, fortschrittlichen und Linksregierungen“. Diese Staatsführungen müssten die ungehemmte Ressourcenausbeutung ebenso überwinden wie landwirtschaftliche Monokulturen und den zunehmenden Aufkauf großer landwirtschaftlicher Flächen.

Nach Ansicht der Aktivisten verletzt die von den USA verteidigte und durch Freihandelsverträge abgesicherte Handelspolitik das Recht der breiten gesellschaftlichen Mitbestimmung.

Obwohl die Pläne für das von den USA dominiertes gesamtamerikanisches Freihandelsabkommen ALCA gescheitert sind, warten die Teilnehmer des Gipfels der Völker vor den Gefahren einer "neoliberalen Agenda" der USA. Eine solche Politik hätte Rückständigkeit und Elend zur Folge.

"Wir sind der Auffassung, dass der offizielle Amerika-Gipfel nicht weiter ein Schauplatz sein darf, auf dem Ausschluss und Unterordnung unter das Imperium dominiert und falsche Harmonien vorgetäuscht werden", heißt es abschließend.

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