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Perus Präsident verteidigt Vorgehen im Bergbaukonflikt

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Ollanta Humala und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy
Ollanta Humala und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy

Brüssel/Lima. Perus Präsident Ollanta Humala hat Anschuldigungen zurückgewiesen, nach denen in dem Andenland soziale Proteste kriminalisiert und nicht beachtet würden. Seine Regierung trete beständig für die Verteidigung des Rechtsstaates ein, sagte Humala auf einer Pressekonferenz zu Beginn der Woche in Genf.

Dabei setze man sich vor allem mit Problemen wie dem illegalen und informellen Bergbau konstruktiv auseinander. Diese nicht autorisierten Aktivitäten, die in verschiedenen Ländern der Region stattfinden, schaffen vor allem im Bereich des Umweltschutzes immer wieder Konflikte, sagte der Präsident. Er ging dabei vor allem auf die Gefahren ein, die sich aus der Verschmutzung der Flüsse, der Abholzung der Wälder und den Auswirkungen auf die legalen Unternehmen ergeben. Seine Regierung habe nun ein Verfahren in Gang gesetzt, mit welchem in den kommenden zwei Jahren die illegalen Bergbauaktivitäten formalisiert und somit besser kontrolliert werden sollen.

Die Proteste, die sich gegen den Bergbau im Allgemeinen und die daraus resultierende Umweltverschmutzung richten, wolle man im Dialog mit den Protestierenden lösen. Humala erinnerte dabei daran, dass für umstrittene Projekte wie den Bergbau Conga im nordwestlichen Bundesstaat Cajamarca inzwischen internationale Gutachten erstellt würden, um Gewissheit über die Auswirkungen zu erlangen. Für die Verwaltung seien alle Zweifel der Bevölkerung, ob klein oder groß, berechtigt und man werde diesen nachgehen, so Humala, der sich diese Woche auf einer Europa-Reise befand.

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